Die Reeperbahn mit Olivia Jones entdecken

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Trotzdem ist die "geile Meile", wie Udo Lindenberg die Reeperbahn besingt, eine von Hamburgs wichtigsten Touristenattraktionen. Wer St. Pauli kennenlernen will, schließt sich am besten einer Stadtführung an, von denen es etliche gibt - auch die der etwas anderen Art.
Dazu zählen etwa die "Kurschattenführungen" über die Reeperbahn, vorbei am Panoptikum, dem Schmidt Theater und dem berühmten Polizeirevier Davidwache oder auch die "Historische Hurentour". Bei "Olivias Safari" zieht "Deutschlands bekannteste Dragqueen" Olivia Jones durch St. Pauli. Sorgen machen, dass jemand sie aus den Augen verlieren könnte, muss sie sich kaum: Zwei Meter groß, kniehohe rote Lackstiefel, rote Tasche in Herzform und ein Minikleid in gleicher Farbe - mehr auffallen geht auch rund um die Reeperbahn kaum.
Ihre Gäste hat Olivia Jones am Beatles-Platz getroffen, direkt vor dem neuen Museum "Beatlemania", das an die frühen Hamburger Jahre der Kultband um John Lennon und Paul McCartney erinnert. Der Platz an der Reeperbahn hat die Form einer riesigen Schallplatte, an einer Seite stehen die Silhouetten der vier Beatles aus Metall. Gespielt haben sie gleich um die Ecke, im "Indra" und im "Star-Club", wo in den 60er Jahren etliche Größen der Rockszene ein- und ausgingen.
Bei den Führungen von Olivia Jones geht es allerdings nur am Rand um Musik. "Wir machen gleich eine schöne Kieztour, ihr Mäuse", verspricht sie ihrer Gruppe. Als erstes steht die Große Freiheit auf dem Programm, die berühmte Straße quer zur Reeperbahn. Vor allem am Freitag und Samstag schieben sich oft Besuchermassen am "Dollhouse" vorbei, "einem der besten Table-Dance-Läden", wie Olivia beteuert.
Oder es geht zum "Safari", das vor langer Zeit für seine Sex-Shows berühmt wurde. "Das gibt hier Läden, da kostet der O-Saft 75 Euro. Man sollte schon auf die Preisliste gucken", empfiehlt Olivia Jones.
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