Erstes Weihnachtspostamt öffnet am Dienstag

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"Schon jetzt sind einige tausend Briefe in Himmelpfort angekommen", sagte ein Post-Sprecher. In beinahe allen Weihnachtspostfilialen beginnen die fleißigen Helfer schon vor dem 1. Advent damit, die Post an Weihnachtsmann oder Christkind zu beantworten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa ergab.
Bundesweit gibt es sieben Weihnachtspostfilialen: Außer Himmelpfort sind dies Engelskirchen (Nordrhein-Westfalen), Himmelstadt (Bayern), St. Nikolaus (Saarland) sowie Himmelspforten, Himmelsthür und Nikolausdorf (Niedersachsen). Das Postamt in Himmelpfort - die einzige Weihnachtsfiliale in den neuen Bundesländern - erwies sich im Laufe der Jahre als das beliebteste. Im vergangenen Jahr hatte der Himmelpforter Weihnachtsmann eine Rekordflut von mehr als 280 000 Briefen zu bewältigen.
Auch in Engelskirchen bei Köln sind bereits mehrere tausend Briefe eingegangen. Das Christkind und seine Mitarbeiter nehmen am 16. November offiziell ihre Arbeit auf - alle Briefe sollen rechtzeitig vor dem Fest beantwortet sein. "Der Ansturm an Wunschzetteln wächst von Jahr zu Jahr, letztes Weihnachten bekam das Christkind mehr als 145 000 Zuschriften", sagte ein Sprecher der Post. Bereits seit dem Frühjahr kommen täglich Briefe an.
Das Weihnachtspostamt in Himmelpforten öffnet am 23. November, das in Nikolausdorf am 24. November. Bayerns einziges Weihnachtspostamt im fränkischen Himmelstadt nimmt am ersten Adventswochenende (28. November) seine Arbeit auf. Jährlich treffen in Himmelstadt 60 000 Kinderbriefe aus der ganzen Welt ein. In St. Nikolaus im Saarland werden Briefe vom 5. Dezember an beantwortet.
Die Zahl der Zuschriften an die deutschen Weihnachtspostfilialen nimmt seit Jahren stetig zu. Auch wenn heute mehr kaum etwas ohne E- Mail oder SMS läuft: Die Niederlassungen von Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann sind - ganz altmodisch - nur per Post zu erreichen. Meistens sind es Wunschzettel, aber in vielen Briefen geht es auch um Probleme mit Freunden oder Eltern, um die kranke Oma oder den Vater, der keine Arbeit findet.
Rund 600 000 Kinderbriefe gingen im vergangenen Jahr ein. Vor sechs Jahren waren es erst 387 500 Briefe. Einige der sieben Postämter hätten inzwischen "Kapazitätsprobleme", heißt es bei der Post. Damit möglichst alle Briefeschreiber rechtzeitig zum Fest eine Antwort bekommen, bittet die Post darum, den Absender deutlich lesbar auf das Kuvert zu schreiben.
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