Beim Schmuck dürfen Käufer jetzt viel wagen
Ein wenig hilft der Trend - derzeit sind viele Farben erlaubt. "Wer ein schönes Schmuckstück verschenken möchte, sollte vorher bei einem arrangierten, aber zufällig wirkenden Schaufensterbummel den Geschmack des oder der zu Beschenkenden testen", rät Alfred Schneider, Vorsitzender des Bundesverbands Schmuck und Uhren in Pforzheim. Aber nicht nur Geschmacksfragen sind zu klären - auch die Qualität der Auslagen umfasst ein breites Spektrum. So sei zum Beispiel bei Goldschmuck grundsätzlich Vorsicht geboten. Käufer sollten immer auf den Feingehalt des Goldes achten, denn äußerlich ist häufig kein Unterschied zu entdecken.
Ob edel oder weniger edel - Goldschmuck sieht immer wie reines Gold aus. "Das liegt daran, dass minderwertiger Goldschmuck nachträglich vergoldet wird. Denn sonst würde man ihn gar nicht als Gold erkennen", erläutert Michael Rheinländer, der das Juweliergeschäft "Silbermine" in Hamburg betreibt. "Die nachträglich aufgebrachte, hauchdünne Goldschicht kann sich beim Tragen jedoch abnutzen." Nur am Stempel im Inneren des Schmuckstücks, der sogenannten Punzierung, lasse sich die Reinheit erkennen.
In Deutschland wird der Goldgehalt in Tausendsteln angegeben: 750er Gold bedeutet zum Beispiel, dass 750 von 1000 Teilen Gold sind - der Rest sind weniger edle Metalle, die beigemengt werden. Die vielen verschiedenen Farben von Goldschmuck haben dagegen nichts mit der Qualität zu tun. Unterschieden werden Gelbgold, Weißgold, Rotgold und Roségold, seltener sind Grüngold und Blaugold. "Roségold und Rotgold haben die gleiche Wertigkeit wie anderes Gold auch", sagt der Manager der Schmuckwelten Pforzheim Georg Leicht - einer Mischung aus Museum und Verkaufsräumen. Die Färbungen entstehen bei der Vermengung des Goldes mit anderen Metallen. Derzeit sei Rotgold "der letzte Schrei".





















