15.04.2008
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Die Handtasche für den Mann

München/Düsseldorf (dpa/tmn) - Auf den Laufstegen der internationalen Modeschauen und in den Anzeigen der Hochglanzmagazine sind sie schon seit einigen Saisons zu sehen: Kaum ein männliches Model trägt derzeit nicht zum smarten Look eine große Tasche an der Hand.

Y-3
Der "Weekender" sollen die neue Tasche für den Mann werden. (Bild: Y-3/dpa/tmn)
© dpa
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Denn Accessoires werden zur Gestaltung eines individuellen Outfits immer wichtiger, und auch Männer sollen dazu jetzt den sogenannten Weekender - eine große Henkeltasche - für sich entdecken. Die Handtasche für den Mann - vielen ist das zu unpraktisch, zu feminin, zu modisch, zu gewagt. Der Weg vom Laufsteg in die Fußgängerzone ist noch weit.

So hat der Trend zur Handtasche für den Mann international zwar großes Aufsehen erregt. Auf der Straße allerdings gibt es noch recht wenige Männer, die sie tragen, hat Georg Stiels, Image Consultant aus München, beobachtet. "Bisher beschränkt sich die Käuferschicht auf die absoluten 'Fashion Victims', die jeder Neuerung gegenüber aufgeschlossen sind."

Calvin Klein
Nichts für den Gang ins Büro: Meist wirken die Taschen ein wenig so, als sei man auf dem Weg zum Sport. (Bild: Calvin Klein/dpa/tmn)
© dpa
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"Die Herrenhandtasche war lange verpönt", sagt René Lang, Modedesigner aus Düsseldorf und Mitglied im Verband Deutscher Mode- und Textil-Designer (VDMD) in Würzburg. Er glaubt, dass es noch einige Zeit braucht, bis Männer das Accessoire akzeptiert haben. Heute sei es zwar wichtig, dass "urbane Menschen alles mitnehmen können", sagt Lang.

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Die Handtasche für den Mann?

Das gelte auch für den modernen Mann: Ob Laptop, Ordner oder andere Unterlagen - wichtig ist, dass die Tasche ihren Zweck erfüllt. Aber beim Weekender geht es an erster Stelle um etwas Anderes: Er erweitert die klassischen Männer-Accessoires um ein ausgefallenes Produkt, das vor allem dem Stil gewidmet ist.

"Die Hersteller haben damit einen neuen Markt für sich entdeckt", erläutert Georg Stiels. Sie erhoffen sich von dem Verkauf der Taschen ein Umsatzplus. Für die eigene Garderobe sollte das erst einmal nichts bedeuten. Aber der Trend halte eine weitere Botschaft an den modernen Mann bereit: "Er sollte auf diesen Teil seiner Garderobe mehr Wert legen", sagt Stiels. Bislang sei es ja doch eher der Rucksack oder die abgewetzte Kuriertasche, die in der Stadt zum Einsatz kommt.

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