03.11.2009
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Obama ruft Karsai zur Korruptionsbekämpfung auf

Washington/Kabul (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat den im Amt bestätigten afghanischen Präsidenten Hamid Karsai zum Kampf gegen die Korruption aufgefordert.

Barack Obama und Hamid Karsai
US-Präsident Obama (r) erwartet vom afghanischen Präsidenten Karsai "Taten und nicht Worte". (Archivbild)
© dpa

Obama habe Karsai in einem Telefongespräch am Montagnachmittag (Ortszeit) ermutigt, mit Reformen und dem Niederringen der Korruption "ein neues Kapitel" in der Geschichte Afghanistans aufzuschlagen, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Für die notwendigen Veränderungen in Afghanistan seien nun "Taten und nicht Worte erforderlich", sagte Obama bei einem Treffen mit dem EU-Ratspräsidenten, dem schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt. Obama beglückwünschte Karsai außerdem zur Wiederwahl.

Karsai war am Montag nach wochenlangem Chaos und dem Rückzug seines Konkurrenten Abdullah Abdullah vor der geplanten Stichwahl am 7. November von der umstrittenen Wahlkommission (IEC) zum Sieger der Wahl im August erklärt worden.

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Das Weiße Haus betonte zugleich die Legitimität Karsais als Präsident. Die Entscheidung der afghanischen Wahlkommission entspreche den Gesetzen des Landes, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs. Die US-Regierung betrachte Karsai als "legitimen Führer" Afghanistans. In Kabul habe es - nach dem Rückzug von Karsais Gegenkandidaten für den zweiten Wahlgang - einen "schwierigen Prozess" gegeben. Aber es sei für die US-Regierung beruhigend, dass die Gesetze des Landes eingehalten worden seien. Es gebe keinen Anlass zu glauben, dass das afghanische Volk Karsai nun nicht als seinen legitimen Präsidenten anerkennen werde. Über die Entsendung zusätzlicher US-Soldaten nach Afghanistan werde Obama "in den kommenden Wochen" entscheiden, sagte der Sprecher des US-Präsidenten.

Zweieinhalb Monate nach der ersten Wahlrunde am 20. August sagte IEC-Chef Asisullah Ludin, Karsai habe im ersten Wahlgang mit 49,67 Prozent der Stimmen die Mehrheit erzielt. Der Amtsinhaber hatte aber dennoch fast 20 Punkte vor Abdullah gelegen, der auf 30,59 Prozent der Stimmen gekommen war. Da Karsai bei der Stichwahl keinen Gegenkandidaten mehr habe, hätten die IEC-Mitglieder einstimmig beschlossen, ihm den Sieg zuzuerkennen. "Wir erklären Hamid Karsai zum gewählten Präsidenten des Landes."

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jerosee - 04.11.2009, 12:13

Überraschend ist das ganze nur für Leute die noch immer glauben, in Afghanistan würde es um Demokratie, Freiheit und Menschenrechte gehen.

taigawutz - 04.11.2009, 09:35

(Again please:) So wie es ausschaut werden Wahlen nicht nur in Iran gefälscht (wovon unser tollen, vermeintlich neutralen dominierenden Medienanstalten berichten), sondern ebenso in Afghanistan, das ja m.H. von NATO / ISAF + USA / OEF wieder ... gesamten Beitrag lesen

taigawutz - 04.11.2009, 09:25

Übrigens könnten auch deutsche Firmen, Institute und Behörden bei entsprechenden Korruptionsfällen (wie von Taigawutz soeben auf S. 8 beschrieben) beteiligt sein.

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