Ukraine bezahlt Gasrechnung an Russland

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"Heute haben wir die fälligen 500 Millionen Dollar an Russland gezahlt", sagte die ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko am Freitag nach Angaben der russischen Agentur Interfax. Damit schien eine neue Krise zunächst abgewendet.
Weil unklar war, ob die Ukraine zahlungsfähig ist, hatte zuletzt auch der russische Regierungschef Wladimir Putin die Europäische Union aufgefordert, bei der Bezahlung der Rechnung zu helfen. Die wichtigsten Gasleitungen für die Versorgung der EU-Haushalte mit Energie aus Russland laufen durch die Ukraine.
Die Gasrechnung gilt allerdings erst als bezahlt, wenn der russische Gasriese Gazprom dies auch bestätigt. Timoschenko betonte, dass es schwer gewesen sei, das Geld zu finden. Die Ex-Sowjetrepublik habe deshalb Mittel aus ihren Währungsreserven entnommen. Dabei seien sogenannte Sonderziehungsrechte, eine künstliche Währung, beim Internationalen Währungsfonds (IWF) gegen 480 Millionen Dollar eingetauscht worden.
Zuletzt hatte es geheißen, weder das ukrainische Unternehmen Naftogas noch der Staat hätten das nötige Geld. Die Suche der Ukraine nach Kreditgebern scheiterte dem Vernehmen nach. Auch der IWF hatte zuletzt mit Kreditzusagen gezögert. Die Ukraine steckt mitten im Präsidentenwahlkampf und setzt seit Monaten die international geforderten Reformen nicht um.
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