Wieder Todesstrafe in den USA vollstreckt
Das Oberste Gericht der USA hatte Mitte April aber die weitere Vollstreckung der Todesstrafe in den USA ermöglicht. In einem Grundsatzurteil erklärte der Supreme Court die in vielen US-Bundesstaaten übliche Hinrichtung per Giftspritze für rechtens. Todesstrafengegner hatten vor dem Gericht argumentiert, die Hinrichtung durch die Injektion eines Giftcocktails könne bei den Verurteilten grausame Schmerzen verursachen, ehe der Tod eintritt - vor allem dann, wenn die Spritze falsch gesetzt wird.
Die Giftspritze ist in den USA die gängigste Methode der Hinrichtung. Die 1977 eingeführte Todesspritze besteht aus drei Chemikalien: die erste betäubt den Hinrichtungskandidaten, die zweite lähmt seine Muskulatur, die dritte schließlich bringt das Herz zum Stillstand. Verläuft die Injektion planmäßig, wird der Verurteilte rasch bewusstlos und stirbt binnen weniger Minuten. Wird allerdings die erste Chemikalie nicht richtig verabreicht, können die beiden anderen Wirkstoffe zu furchtbaren Qualen und einem regelrechten Todeskampf führen. Mehrere Hinrichtungen, bei denen genau dieser Fall eintrat, lösten weltweit Entsetzen aus.
© AFP
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