10.05.2008

Selbes Krematorium für gefallene US-Soldaten und Haustiere

Das US-Militär hat offenbar die Leichen im Irak oder in Afghanistan getöteter Soldaten in einem Krematorium verbrannt, das auch für Haustiere zuständig ist. Zwar gebe es keinen Hinweis darauf, dass die toten Soldaten und die Haustiere in derselben Anlage eingeäschert worden seien, doch entschuldige sich Verteidigungsminister Robert Gates für den Missgriff, sagte Pentagon-Sprecher Geoff Morrell. Der Minister sei der Auffassung, dass die Wahl der Krematoriums "taktlos" sei und "einer würdigen Behandlung unserer Gefallenen" widerspreche, sagte Morrell.

US-Soldaten im Irak-Einsatz
US-Soldaten im Irak-Einsatz
© AFP/Archiv
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Der Minister habe sofort angeordnet, die Bestattungen in dem Krematorium zu stoppen. Bei dem Krematorium handelt es sich um ein Privatunternehmen, das von der Luftwaffenbasis in Dover (Delaware) zur Einäscherung der gefallenen Soldaten aus dem Irak und Afghanistan angeheuert wurde. Nach Angaben des Pentagon-Sprechers verfügt das Unternehmen aber über getrennte Anlagen für Tiere und Menschen. Aufgedeckt hatte die Affäre ein Offizier, der einem gefallenen Kameraden seine letzte Ehre erweisen wollte. Er schickte dem Ministerium noch am Freitag eine Email mit Fotos von der Anlage - auf dem Eingangsschild stand demnach, dass es sich um ein Krematorium für Haustiere handelte. Laut dem Pentagon-Sprecher erteilte Gates inzwischen auch Anordnung, die Regeln für die Einäscherung gefallener Soldaten zu überarbeiten.

© AFP

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