04.11.2009
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Ypsilanti probt fürs Comeback

Ein Brief, eine Podiumsdiskussion, ein Treffen mit der Basis: Ein Jahr nach dem Drama in Hessen rückt Andrea Ypsilanti wieder ins Rampenlicht. Während sie in der SPD noch immer für ihren Wortbruch geächtet wird, könnten sich einige Linkspolitiker die 52-Jährige gut in ihren Reihen vorstellen.

Von Veit Medick

Andrea Ypsilanti
Andrea Ypsilanti will zurück auf die politische Bühne.
© dpa

Berlin - Der 4. November war ein schlimmer Tag für Andrea Ypsilanti. Es war der Tag, an dessen Ende sie Hessens Ministerpräsidentin hätte sein können. Doch vier eigene Abgeordnete verweigerten ihr aus heiterem Himmel die Gefolgschaft. Sie wurden als Aufrechte gefeiert, weil sie sich gegen einen Pakt mit der Linken stemmten. Ypsilanti aber wurde fortan geächtet. Weil sie den Pakt wollte. Obwohl sie ihn im Wahlkampf ausgeschlossen hatte.

Ein Jahr ist seitdem vergangen. Ein Jahr, in dem es ruhig war um die 52-Jährige - wenn man von der krachenden Niederlage der Hessen-SPD bei der Neuwahl am 18. Januar absieht, die sie für den Wortbruch kassierte. Jetzt, wo auch die Bundespartei in Trümmern liegt, ist sie wieder da. Ypsilanti mischt sich wieder ein. Sie sucht die politische Bühne.

Da ist zum Beispiel der Brief, den sie vor zwei Wochen öffentlich machte. Sie verzichte auf eine erneute Kandidatur für den SPD-Parteivorstand, schrieb sie darin, und schob dann Gründe hinterher, die man durchaus als Abrechnung mit der bisherigen Führungsspitze lesen konnte. "Systematisch" sei sie von dieser diskreditiert, "willkürlich und selbstgerecht" an den Rand gedrängt worden, eine "unbefangene Zusammenarbeit" sei deshalb ausgeschlossen. Beim Neuaufbau der SPD wolle sie mithelfen, wenn auch außerhalb der Gremien: "Wo gewollt und erwünscht bin ich gerne bereit, meine Erfahrungen und Erkenntnisse einzubringen."

© SPIEGEL ONLINE

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etzel - 06.11.2009, 11:20

Ja so ist es nun mal in unserem glorreichen Lande. wer am besten und meisten lügt fällt immer wieder auf die Beine. ich denke die SPD hat genug mit sich zu tun um die nicht wieder nach oben kommen zu lassen. und die Linken??? na ja sogar de... gesamten Beitrag lesen

drumcode1975 - 05.11.2009, 17:09

@Volkreis "Man kann die Ypsilanti nicht für ewig verdammen und gleichzeitig die Koalitionsmauscheleien im Saarland und in Thüringen als demokratisch legitim bezeichnen und hinnehmen. Liebe Bildleser und ähnlich eingebildet G... gesamten Beitrag lesen

human51 - 05.11.2009, 16:18

Imperius Sie wollte keine Koalition. Sie wollte sich von den Linken dulden lassen und das hat sie in den Parteigremien abgesprochen. Schon vergessen?

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