13.11.2009
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Gabriels holpriger Aufstieg in die erste Liga

Dresden (dpa) - Erst ein paar Wochen ist es her, da kokettierte er noch mit dem Ausstieg aus der großen Politik. Er sei jetzt in einem Alter, in dem man in seiner Harzer Heimat gerade als volljährig gilt, erzählte Sigmar Gabriel bei der Feier zu seinem 50. Geburtstag.

Gabriel und Müntefering
Sigmar Gabriel mit dem scheidenden SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering nach dessen letzter Rede.
© dpa

Und sein Lebenstraum sei es ohnehin, einmal Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Goslar zu werden. Doch damit wird es jedenfalls vorläufig nichts. Jetzt ist Gabriel erst einmal an der Reihe, sich als nächster SPD-Chef daran zu versuchen, die SPD aus dem Jammertal zu holen. Prominente Gäste sagten dem bislang mehr wegen seiner Leibesfülle gewichtigen Sozialdemokraten schon bei seinem runden Geburtstag eine glänzende Zukunft voraus. "Du spielst erste Liga und machst einen prima Job", bescheinigte ihm Parteichef Franz Müntefering. "Irgendwann" würden die Trikots ausgetauscht und Gabriel werde sich mit der Größe "XXL" in der SPD etablieren.

Und auch ein anderer langjähriger Förderer bescheinigte dem Jubilar eine "bemerkenswerte" Entwicklung. "Sigmar Gabriel hat nicht nur viel vor. Er hat auch noch viel vor sich", schmeichelte Gerhard Schröder, der mit Gabriel nicht nur einmal schwer über Kreuz lag. So wagte dieser es als Fraktionschef in Hannover sogar, den damaligen Ministerpräsidenten Schröder fest im Blick, gegen den "Bonapartismus in der SPD" zu wettern - eine frühe Umschreibung für den späteren "Basta-Stil" des Kanzlers.

Müntefering ahnte damals noch nicht, dass seine Vorhersage schon so schnell eintreffen und ihn selbst hinwegreißen würde. Dass der lange als "Harzer Roller" in der Partei bespöttelte Gabriel urplötzlich ganz nach oben kam, lag am für die SPD schrecklichen Wahlsonntag am 27. September. Doch auch in dieser Lage bewies Gabriel wieder Machtinstinkt. Mit führenden SPD-Linken, die in ihm vorher nur einen unsicheren Kantonisten und ein Irrlicht sahen, stellte er fast schon konspirativ die Weichen für die neue SPD-Zeit in der Opposition.

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einmammut - 14.11.2009, 10:49

Astologe 1959 D.h. aber nicht, mit den Methoden von Bismark, sondern eher mit den Methoden von Prof. Götz Werner. Das würde ja bedeuten "Mehr Demokratie Jetzt" Ein Wahlspruch, seit Brandts zeiten. Ich glaube nicht, das... gesamten Beitrag lesen

blessmon - 14.11.2009, 09:06

was nutzt ein "spieler" mit 3 liga qualität in der ersten liga? so sieht jedenfalls kein neuanfang aus sondern ist weiter gestümpere. ob bebel, willi oder reginchen hildebrand - in den gräbern wird es rotieren...

Partysan55 - 14.11.2009, 08:50

Die SPD ist wieder Opposition. Hier wird sie wieder die alternativen und hoffnungsvollen Konzepte sammeln und verwalten können. Die Linke will aber auch soziale Hoffnungen und Gerechtigkeitsmodelle präsentieren. Nur Steinmeier stör... gesamten Beitrag lesen

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