Greenpeace fordert zwei Milliarden Euro für Urwaldschutz
Um diese Forderung zu unterstreichen, entrollten Greenpeace-Aktivisten vor dem Reichstagsgebäude in Berlin einen überdimensionalen Geldschein mit einem Bild von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Zur Gegenfinanzierung sollten im gleichen Umfang klimaschädliche Subventionen beim Flug- und Autoverkehr gestrichen werden. Die Finanzierung von Schutzgebieten ist ein zentrales Thema der UN-Konferenz für biologische Vielfalt ab dem 19. Mai in Bonn, die auch Gegenstand einer Debatte im Bundestag war.
"Die Kanzlerin hat bislang kein Konzept vorgelegt, wie sie den UN-Gipfel zu einem Erfolg führen will", erklärte dazu der Greenpeace-Urwaldexperte Martin Kaiser. Vor allem gegen die dramatische Unterfinanzierung des Urwald- und Artenschutzes sei bislang keine Initiative der Bundesregierung erkennbar.
Nach Berechnungen von Experten müssten die Industriestaaten insgesamt 15 Milliarden Euro jährlich bereitstellen, um ein weltweites Netz von Wald-Schutzgebieten einzurichten. Dadurch würden sich auch die CO2-Emissionen deutlich verringern, die zu 20 Prozent durch die Vernichtung von Urwäldern entstehen. Die norwegische Regierung hat angekündigt, sie werde in den kommenden fünf Jahren einseitig jeweils eine halbe Milliarde Euro in den Urwaldschutz investieren.
© AFP
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