Was passiert, wenn nichts passiert?

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Monster aus der Tiefe
Eine äußerst beliebte und immer wiederkehrende Sommerlochmär ist die vom gefährlichen Monster aus der Tiefe - ganz nach dem Vorbild des legendären Ungeheuers von Loch Ness. Haarsträubende Geschichten von reptilienartigen Bestien, die sich in den dunklen Tiefen unserer Seen und Flüsse verstecken und mit Vorliebe Jagd auf niedliche Entlein und kläffende Dackel machen, sind dabei besonders populär. Paradebeispiele hierfür sind der entlaufene Brillenkaiman Sammy, der Welpen fressende "Killerwels Kuno" und das so genannte "Rheinkrokodil".
Der Kaiman Sammy war seinem Herrchen im Juli 1994 von der Hundeleine entwischt und im Dormagener Baggersee untergetaucht. Die Suche nach dem 80 Zentimeter großen "Killer-Kaiman" gestaltete sich trotz eines großen Polizeiaufgebots schwierig und sorgte tagelang für Schlagzeilen. Als das verängstigte Tierchen nach fünf Tagen endlich dingfest gemacht werden konnte, atmete die ganze Nation sichtlich erleichtert auf. Die Jagd auf ein im Sommer 2001 angeblich im Rhein gesichtetes Krokodil verlief ähnlich spektakulär aber weitaus weniger erfolgreich - das Reptil wurde nie gefangen und ward nie mehr gesehen. Und auch "Killerwels Kuno", der wenige Wochen später im Weiher von Mönchengladbach Welpen fressend sein Unwesen getrieben haben soll, entging seinen Häschern - erst zwei Jahre später wurde der 1,50 Meter lange und 35 Kilo schwere Wels tot im Weiher aufgefunden.
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