Was passiert, wenn nichts passiert?

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Der "Moaschendroahtzauun"
Ein im Herbst 1999 vor laufender Kamera ausgetragener Streit unter Nachbarn diente Stefan Raab im Jahr 2000 als Inspirationsquelle für einen Nummer-Eins-Hit und sorgte daraufhin wochenlang für jede Menge Schlagzeilen: In der Sat 1-Gerichtsshow "Ein Fall für Barbara Salesch" hatte die Vogtländerin Regine Zindler ihrem Nachbarn Gerd Trommer in breitestem Sächsisch vorgeworfen, dass sein Knallerbsenstrauch ihren "Moaschendroahtzauun" zerstöre. Raab griff das zentrale Wort begeistert auf und baute es flugs im Orginal-Ton in einen englischsprachigen Countrysong ein.
Geboren war der Sommerhit des Jahres 2000 - das Lied verkaufte sich rund eine Million Mal und führte zeitweise sowohl in Deutschland als auch in Österreich die Charts an. Doch damit nicht genug: Auch Regine Zindler verhalf das Lied mit einem Schlag einerseits zu Reichtum und andererseits zu zweifelhaftem Ruhm. Denn von Raab erhielt Zindler zwar einen Anteil von 10 Pfennig pro verkaufte Single. Zu ihrem Leidwesen wurde ihr Haus im sächsischen Auerbach jedoch auch bald von Fans belagert, die selbst vor der Souvenirjagd nach Teilen des legendären Maschendrahtzauns nicht Halt machten. Zindler verkaufte schließlich entnervt ihr Haus samt Zaun und zog in einen Berliner Plattenbau um.
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