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Was passiert, wenn nichts passiert?

Braunbär Bruno
Vor allem Tierschützer trauerten, als JJ1 - auch Braunbär Bruno genannt - nach fünfwöchiger Jagd erschossen wurde. Er war der erste auf deutschem Boden in Freiheit lebende Bär seit 170 Jahren.
© dpa

"Problembär" Bruno

Im Sommer des Jahres 2006 war es zur Abwechslung mal wieder ein tierischer Held, diesmal mit großen Tatzen und braunem Zottelfell, der in Deutschland wochenlang für Furore sorgte. In den bayerischen Alpen war nämlich ab Ende Mai im wahrsten Sinne des Wortes der Bär los: JJ1, ein aus einem italienischen Naturpark stammender Braunbär, war den weiten Weg ins deutsch-österreichische Grenzgebiet gewandert, um dort Schafe reißend und Bienenstöcke ausraubend sein Unwesen zu treiben.

Der Volksmund taufte den herumstreunenden Bären bald auf den Namen Bruno. Bayerns damaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber erklärte das Tier auf seine gewohnt eloquente Weise zum "Problembären". Und der ehemalige bayerische Umweltminister Werner Schnappauf gab Bruno schließlich trotz vehementer Proteste von Tierschützern nach mehreren vergeblichen Fangversuchen zum Abschuss frei. Als Bruno dann am 26. Juni nach fünfwöchiger Jagd tatsächlich erschossen wurde, löste das im ganzen Land Empörung aus. Eine Klage gegen die Genehmigung der bayerischen Regierung zum Abschuss Brunos wurde im Mai 2007 allerdings abgewiesen.

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