Was passiert, wenn nichts passiert?

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Siesta Alemana
Als die Thermometer im Juli 2006 die höchsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor rund 100 Jahren anzeigten, brachte das zwei deutsche Politiker auf eine bahnbrechende Idee: Im heißesten Sommerloch aller Zeiten schlugen der Ex-SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter und der Grünen-Politiker Hans Christian Ströbele vor, eine mittägliche Siesta für Arbeitnehmer - ganz nach spanischem Vorbild - einzuführen. Dass Spanien selbst die verlängerte Mittagspause gerade erst wegen Produktivitätsverlusten abgeschafft hatte, schien die beiden dabei weniger zu interessieren.
Mit dem Argument, dass man sich auch in Mitteleuropa langfristig auf ein mediterranes Klima einstellen müsse, forderte Benneter für heiße Sommer die Einführung einer vierstündigen Siesta von 12 bis 16 Uhr. Ströbele pflichtete seinem Kollegen bei, begnügte sich aber mit der Forderung nach einer etwa zweistündigen Mittagspause. Diese sollte, so Ströbele, künftig jedes Jahr mit Beginn der Sommerzeit in Kraft treten. Die Idee der beiden progressiven Politiker wurde zwar sehr zum Leidwesen der schwitzenden Arbeitnehmer nicht umgesetzt, sorgte aber im Sommerloch wenn schon nicht für Abkühlung, so doch immerhin für etwas Unterhaltung.
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