10.10.2009
|
Bookmark-DiensteBookmark-DiensteBookmark-DiensteBookmark-Dienste

Nobelpreis für Obama: Polit-Streit in den USA

Washington (dpa) - Die Vergabe des Friedensnobelpreises an Präsident Barack Obama hat in den USA einen heftigen politischen Streit ausgelöst. US-Medien bewerteten die Auszeichnung überwiegend als eine Bürde für den Präsidenten, der sich erst noch beweisen müsse.

Barack Obama
Barack Obama ist überraschend mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.
© dpa

Nach scharfer republikanischer Kritik an der Entscheidung des Nobel-Komitees sowie an Obamas Politik warfen die Demokraten den Konservativen vor, sich mit islamischen Extremisten in ein Boot gesetzt zu haben. Die Parteiführung bezog sich dabei auf die radikalislamische Hamas und die afghanischen Taliban, die ebenfalls den Preis für den demokratischen US-Präsidenten kritisiert hatten. Bei den Republikanern rief dieser Vergleich Empörung hervor.

In den Medien wurde Obama gegen Attacken in Schutz genommen: Es sei nicht seine Schuld, dass er den Preis erhalten habe, schrieb beispielsweise die "Washington Post".

Die Entscheidung für Obama nach nur neunmonatiger Amtszeit war weltweit mit Überraschung, aber im Ausland größtenteils positiv aufgenommen worden. Viele Staats- und Regierungschef hatten Obama gratuliert, so am Samstag auch Kremlführer Dmitri Medwedew. Er lobte die Preisvergabe als "realistische Einschätzung der weltpolitischen Entwicklung" und fügte hinzu: "Ich hoffe, dass diese Entscheidung als zusätzlicher Impuls für unsere gemeinsame Arbeit bei der Schaffung eines neuen Klimas in der internationalen Politik dient."

In den USA kamen dagegen erste Angriffe von der republikanischen Seite, noch bevor Obama am Freitag in einer kurzen Rede im Rosengarten des Weißen Hauses erklärte hatte, er werde den Preis annehmen. Der Präsident äußere sich selbst "überrascht" und "zutiefst geehrt" von der Preisvergabe und machte zugleich klar, dass er sie nicht als Auszeichnung für seine Errungenschaften verstehe, sondern als einen "Aufruf" zum Handeln. Das Preisgeld von umgerechnet 1,4 Millionen Dollar will er für wohltätige Zwecke spenden.

Artikel bewerten:
Barack Obama

Wie gut kennen Sie Barack Obama?

Testen Sie Ihr Wissen über den US-Präsidenten. mehr

Meinungen zum Thema (800) in Panorama
Diskutieren Sie mit: 'Nobelpreis für Obama: Polit-Streit in den USA'
Meinung schreiben
nanunanu01 - 28.10.2009, 17:08

Obama ist nur ein Produkt wie Coca Cola oder Mc Donalds. Jeder Idiot sieht doch nun das in den USA nicht der Presi das sagen hat sondern die Konzerne und Banken, wie bei uns auch. Sarkozy der selbstverliebte Zwerg und Berlusconi der Pate sind au... gesamten Beitrag lesen

wattlaeufer - 27.10.2009, 09:12

So ist es

gerbr - 19.10.2009, 07:48

Also solange Barack Obama mit unseren Steuergeldern Bundeswehrsoldaten nach Afghanistan schickt, die jetzt beginnen auszurasten, soll er den Friedensnobelpreis verschenken!

Städtewetter
hoch scrollen
runter scrollen

GMX interaktive Suche

Schließen