Vierfachmord: Schulfreund nimmt Schuld auf sich

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Der Sohn der getöteten Familie habe ihn darum gebeten, sagte der 19-jährige nach Angaben des Landgerichts Ulm am Mittwoch. Das deckt sich auch mit der Darstellung des Sohnes. Dieser hat bislang vor Gericht zwar noch nicht ausgesagt. Einem Gefängnismitarbeiter soll er jedoch gestanden haben, bei der Tat zwar dabei gewesen zu sein - aber nicht geschossen zu haben. Die Ermittler waren bisher von einer gemeinsamen Tat ausgegangen.
Mit seiner Aussage vor Gericht korrigierte der Schulfreund überraschend seine bisherigen Angaben. Der Polizei hatte er noch gesagt: "Wir waren das zusammen." Warum er die Familie seines Freundes ausgelöscht hat, konnte er bislang nicht erklären. "Mit dem Motiv tut er sich ganz arg schwer", sagte sein Anwalt Klaus Schulz. Nach wie vor gebe es keinen eindeutigen Grund für die Tat.
Der Geständige erklärte unter anderem: "Auf Bitten von A.H. (dem Sohn der Familie) die 31 Schüsse auf dessen Familienmitglieder abgegeben zu haben", teilte das Landgericht Ulm mit. Nach Darstellung von Verteidiger Schulz war es für den Schulfreund aber möglicherweise nicht nur eine Bitte. Der Jurist spricht von einem Abhängigkeitsverhältnis seines Mandanten zum Sohn der getöteten Familie. "Er hat ein neutrales Verhältnis zu den Eltern und Schwestern gehabt und weder die Eltern noch Schwestern gehasst."
Zuvor hatte sich der 19-Jährige bereits zu dem Einbruch in die Schützengilde in Eislingen geäußert, bei dem die zwei Angeklagten unter anderem die beiden Tatwaffen gestohlen haben. Die beiden Schulfreunde hätten die Waffen unabhängig von den Morden gestohlen, sagte der 19-Jährige nach Angaben seines Anwalts aus. Sie seien "in den Wald gegangen, um damit zu schießen", habe sein Mandant hinzugefügt.
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