07.11.2009
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Wasseraustritt nach Bohrpanne gestoppt

Wiesbaden (dpa) - Zwei Tage nach der Bohrpanne am hessischen Finanzministerium in Wiesbaden ist der Wasseraustritt gestoppt. Am Samstagnachmittag gelang es Arbeitern, das Bohrloch abzudichten. Nach Angaben des Ministeriums wurde dazu Zement mit hohem Druck in das Loch gepresst.

Wasserfontäne
Vor dem hessischen Finanzministerium in Wiesbaden sprudelt Wasser aus einem Loch.
© dpa

"Dadurch ist es gelungen, den Seitenkanal trockenzulegen", sagte ein Sprecher. Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) zeigte sich am Samstag erleichtert über den Erfolg der Maßnahmen. Die Lage vor Ort habe sich deutlich entspannt. Eine endgültige Entwarnung könne aber erst dann gegeben werden, wenn dauerhaft kein Wasser mehr aus dem Boden austrete.

Bei einer Probebohrung nach Erdwärme hatten am Donnerstagabend Bauarbeiter versehentlich in 130 Metern Tiefe eine unter Druck stehende Wasserader getroffen. Meterhohe Wasserfontänen schossen aus dem Boden. Fachleute schätzten den Wasseraustritt auf 6000 Liter pro Minute. Schlamm ergoss sich über den Parkplatz des Ministeriums und über eine angrenzende Hauptstraße in der Innenstadt. Durch den Bohrunfall wurde ein Großeinsatz der Feuerwehr nötig.

Fachleute hatten in der Nacht zum Freitag das Hauptbohrloch zunächst oberflächlich mit Beton abgedichtet - ohne großen Erfolg. Denn das Wasser bahnte sich weiterhin seinen Weg aus der Erde. Daraufhin bohrten sie das Loch wieder auf, um es in der wasserführenden Schicht in 130 Metern Tiefe mit Zement zu füllen.

Die sogenannten Geothermie-Tiefenbohrungen waren etwa 30 Meter vom Ministerium entfernt vorgenommen worden. Das Ministerium will 2010 auf dem Parkplatz einen Anbau mit Büros und einer Kinderkrippe errichten. Die Bohrungen wurden unternommen, um zu prüfen, ob der Bau mit Erdwärme versorgt werden kann.

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Meinungen zum Thema (15) in Panorama
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J4ck - 08.11.2009, 13:18

@tamar Wie willst du eine Technologie denn auf Herz und Nieren prüfen ohne sie praktisch an möglichst vielen Orten einzusetzen? Im Labor kann man auch nicht alles als Modell sinnvoll nachbauen. Die Entwicklung findet nunmal beim Kunde... gesamten Beitrag lesen

tamar - 08.11.2009, 11:43

Also, die Geothermietechnik scheint doch einige Gefahrenquellen zu beinhalten. Dies zeigte sich bereits bei dem großen Projekt bei Basel, das mit hoher Wahrscheinlichkeit in dieser Region mehrere Erdbeben ausgelöst hat. Die Bevölkerun... gesamten Beitrag lesen

schieber1 - 08.11.2009, 07:25

Hier war vermutlich die Hochintelligenz der deutschen Geologen am Werk Wer zahlt denn jetzt diesen Schaden????????????

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