07.11.2009
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Offenbar elf Tote bei Absturz von russischer Militärmaschine

Beim Absturz einer russischen Militärmaschine sind am Freitag vermutlich alle elf Besatzungmitglieder ums Leben gekommen. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte, stürzte die Tupolew-142 der russischen Pazifikflotte während eines Übungsflugs im äußersten Osten Russlands in eine Meerenge, die die Pazifikinsel Sachalin vom russischen Festland trennt. Spezialisten begannen die Suche nach den Black Boxes der Maschine.

Russischer Flughafen mit Tupolew
Russischer Flughafen mit Tupolew
© AFP

"Angesichts der Umstände der Katastrophe müssen wir davon ausgehen, dass alle Besatzungmitglieder an Bord der Tupolew-142 ums Leben gekommen sind", sagte ein Mitarbeiter des Ministeriums für Katastrophenschutz der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. "Die Suche wird aber fortgesetzt, solange es noch die leiseste Hoffnung auf Überlebende gibt." Zunächst hatte die Armee von nur zehn Besatzungsmitgliedern gesprochen, dann aber die Zahl auf elf erhöht.

Als wahrscheinlichste Ursache des Unglücks galt eine technische Panne, wie RIA Nowosti unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums berichtete. Demnach wurde auch eine Untersuchung eingeleitet, um mögliche Verstöße gegen die Vorschriften während des Fluges oder bei dessen Vorbereitung zu ermitteln. Alle Flüge der Luftwaffe der Pazifikflotte wurden vorübergehend ausgesetzt.

Spezialisten der Pazifikflotte begannen mit der Suche nach den Black Boxes. Die in dem Flugzeug genutzten Black Boxes können aber in Salzwasser nur 36 Stunden lang Informationen sichern. Laut RIA Nowosti wurde in den Morgenstunden in 44 Metern Tiefe ein Teil geortet, bei dem es sich um den Rumpf der Maschine handeln könnte. Das Staatsfernsehen zeigte zudem Bilder von kleinen geborgenen Teilen, die von dem Flugzeug stammen sollen.

Tödliche Unfälle sind in der russischen Armee keine Seltenheit, Teile der Ausrüstung und der Fahrzeuge sind veraltet und stammen noch aus der Sowjetzeit. Die Tupolew-142 ist ein Aufklärungsflugzeug zur Ortung von U-Booten, sie wurde erstmals 1971 eingesetzt. Etwa 75 der Flugzeuge sollen derzeit in der russischen Armee im Einsatz sein.

© AFP

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Meinungen zum Thema (1) in Panorama
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Teddy1956 - 07.11.2009, 13:40

Mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.

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