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Noch über 50.000 Menschen in Südasien in Not

Schulklasse in Bolivien
Eine Schulklasse in Bolivien
© unicef

Nach Angaben des indischen Innenministeriums forderten die verheerenden Regenfälle seit Beginn des Monsuns im Juni landesweit 1.258 Menschenleben.

Medizinische Notfallteams bereiten sich darauf vor, den drohenden Ausbruch von Durchfall- und Atemwegserkrankungen, Malaria sowie anderen Seuchen in den Katastrophengebieten zu verhindern.

Hilfsorganisationen riefen zu schneller Hilfe für die Betroffenen auf. Den Menschen müsse dringend Zugang zu sauberem Trinkwasser, Essen und Unterkünften verschafft werden, sagte die UNICEF-Sprecherin für Südasien, Katey Grusovin, in Neu Delhi. Zehntausende kämpfen nach wie vor auf Grund von Mangelernährung ums Überleben. Mit jeder noch so kleinen Spende können auch Sie helfen, Menschenleben zu retten - spenden Sie deshalb jetzt für die Opfer des Monsuns: für die Versorgung mit Lebensmitteln, für den Bau von Wasserpumpen, für den Wiederaufbau zerstörter Häuser sowie verbesserte medizinische Versorgungsmaßnahmen.

Indien, Bangladesch, Nepal und Pakistan werden jedes Jahr von Monsun-Überschwemmungen heimgesucht. Hunderte Menschen sterben, Häuser werden zerstört und Ernten vernichtet. Doch auch in Bereichen außerhalb jeglicher Naturgewalten gibt es unglaubliche Defizite - eines davon ist die ungenügende Bildung der weltweit rund 875 Millionen Analphabeten.

Schlau machen - Bildung für alle Kinder

Obwohl wir im Internetzeitalter leben, gibt es immer noch 121 Millionen Kinder, die nicht einmal die Chance haben, Lesen und Schreiben zu lernen - weil ihre Familien zu arm sind, weil die Schulen überfüllt oder zu weit entfernt sind.

Mit 65 Millionen sind noch immer die Mehrheit von ihnen Mädchen. Sie sollen früh arbeiten und heiraten - für die Schulbildung bleibt keine Zeit. Zwei Drittel der rund 875 Millionen Analphabeten auf der Erde sind weiblich. In Regionen wie dem südlichen Afrika stieg die Zahl der nicht eingeschulten Mädchen in den letzten zehn Jahren sogar wieder an.

Dabei hat keine andere Investition so positive und weit reichende Auswirkungen auf die Entwicklung einer Gesellschaft wie die Förderung der Mädchenbildung. Die Kindersterblichkeit sinkt, je länger die Mütter zur Schule gegangen sind. Frauen mit Schulbildung heiraten meist später, bekommen weniger Kinder und können diese besser versorgen. Nicht zuletzt schützt Bildung Mädchen vor Diskriminierung, Ausbeutung und Gefahren wie AIDS.

UNICEF-Jahresbericht 2004

Der UNICEF-Jahresbericht "Zur Situation der Kinder in der Welt 2004" zeigt, wie wirkungsvoll eine gute Schulbildung ist. Er dokumentiert die weltweite Bildungskatastrophe und benennt Gründe für die fortdauernde Benachteiligung von Mädchen.

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