04.11.2009
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Wenn das Sofa stinkt - Schadstoffarme Möbel finden

Nürnberg (dpa/tmn) - Neue Möbel sind nicht immer ein Grund zur Freude: So manches Sofa stinkt buchstäblich zum Himmel, und das nicht nur ein paar Tage lang. Auch Teppiche, Matratzen, Schränke oder ganze Einbauküchen können, wenn sie neu sind, kräftig ausdampfen.

Schadstoffarme Möbel finden
Einen guten Riecher haben: Wer Schadstoffe zum Beispiel in Kinderzimmermöbeln vermeiden will, kann sich an Gütesiegeln orientieren. (Bild: dgm-moebel/dpa/tmn)
© dpa

Das ist nicht nur lästig, sondern unter Umständen auch gesundheitsschädlich. "Geruch kann natürlich ein Hinweis auf erhöhte Schadstoffkonzentrationen sein, muss aber nicht", sagt Rainer Weiskirchen vom TÜV Rheinland LGA in Nürnberg. In den ersten Tagen sei es völlig normal, dass neue Möbel einen speziellen Geruch verströmen. "Klingt das aber nicht innerhalb weniger Wochen ab, sollte auf jeden Fall auf Schadstoffe überprüft werden", rät Elke Bruns von der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute im niedersächsischen Springe-Eldagsen.

Möbel können allerdings auch mit Schadstoffen belastet sein, die geruchlos sind und an der Oberfläche des Möbels haften oder in ihrem Material enthalten sind, ergänzt Weiskirchen. Wirklich klären können das nur Profis: Labore, die sich auf Innenraummessungen spezialisiert haben, messen das Raumklima oder untersuchen die Möbel in speziellen Prüfkammern.

Die Gefahr, die von zu vielen Schadstoffen in Möbeln ausgeht, ist für den, der ihnen täglich ausgesetzt ist, nicht unerheblich: "Das geht bei Augenbrennen und -rötungen los, über Schlaf- und Konzentrationsstörungen bis hin zu Atemproblemen und Schleimhautreizungen, starken Kopfschmerzen und Erbrechen", warnt Uta Maria Schmidt von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz.

Am besten ist daher, solche ungesunden Möbel gar nicht erst ins Haus zu holen. Doch das klingt einfacher, als es in der Praxis ist. "Möbel, die gar keine Schadstoffe enthalten, wird es vermutlich gar nicht geben", erklärt Weiskirchen. Selbst unbehandeltes Kiefernholz zum Beispiel enthält von Natur aus Terpene, auf die so mancher allergisch reagiert.

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