Was tun in peinlichen Situationen?

"Grundsätzlich kann man versuchen, die Situation als nicht so peinlich anzusehen", rät der Diplom-Psychologe Ulrich Gerth von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung in Fürth. Denn wer glaubt, dass gerade alles fürchterlich ist, hemmt sich selbst und verschlimmert die Situation. So könne es schon helfen sich zu sagen: "Das ist jetzt zwar blöd, aber ich mache das beste draus." Ein paar Beispiele, wie man aus der Peinlichkeitsfalle herauskommt:
ER KNUTSCHT GERADE MIT SEINER FREUNDIN IM ZIMMER, DA KOMMT PLÖTZLICH OHNE ANKLOPFEN DER VATER REIN: "Am besten ist, wenn man den Vater später auf die Situation anspricht", rät Maria El-Safti-Jütte vom Berliner Kinder- und Jugendtelefon. Denn meist ist es ihm auch unangenehm, bei so etwas hereinzuplatzen. Deshalb ist es gut, wenn man gemeinsam eine Regelung für die Zukunft findet. Das könnte zum Beispiel sein, dass der Vater auf jeden Fall anklopft und auf ein "Herein" wartet. "Der Jugendliche könnte den Eltern auch Bescheid sagen: 'Heute Nachmittag habe ich Besuch, bitte stört mich nicht und klopft nur in dringenden Fällen an.'"
DER TOLLE TYP SPRICHT SIE AN, DOCH SIE WIRD NUR KNALLROT UND STAMMELT BLÖDES ZEUG: "Wer es schafft, kann versuchen, trotzdem stehenzubleiben und sich mit dem Jungen zu unterhalten", rät die Diplom-Psychologin Elisabeth Raffauf aus Köln. Dabei könne man ruhig sagen "Jetzt bin ich so aufgeregt, dass ich rot werde!". Das entlastet, und wahrscheinlich ist der Junge genauso nervös.

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