Sims ich oder nicht? Anbändeln in Zeiten von SMS

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Denn da stellt sich nicht nur die Frage: Sims ich oder sims ich nicht? Sondern auch: Was schreib' ich und wann sende ich es los? Ist die Kurznachricht erst einmal abgeschickt, gibt es kein Zurück. Stattdessen beginnt das Warten. Flirten in Zeiten von Mails, Skype und SMS ist nicht gerade leichter geworden, dafür schneller.
"Diese Geschwindigkeit nimmt ein bisschen die Spannung", sagt der Benimmtrainer Jan Schaumann aus Berlin. Damit verkürze sich auch die Zeit der Vorfreude bis zum nächsten Date. Richtig eingesetzt, haben SMS und Co. aber durchaus ihr Gutes, vorausgesetzt sie kommen in der Anfangszeit nicht inflationär zum Einsatz.
"Gerade Handys ermöglichen eine ganz andere Zeitspanne, in der man mit dem anderen in Kontakt tritt", sagt die Flirtberaterin Nina Deißler aus Hamburg. Galt es einst, eine Schamfrist von zwei bis drei Tagen einzuhalten, bevor sich vornehmlich der Mann bei der Frau meldete, piept es im 21. Jahrhundert auch gern schon mal auf dem Nachhauseweg vom ersten Date. "Eine kurze Nachricht: 'Komm gut nach Hause' finde ich okay, mehr sollte es aber nicht sein."
Die Stilberaterin Susanne Helbach-Grosser aus Schwäbisch Gmünd ist da schon strenger: "Gerade Frauen schicken dem Mann nach einer Verabredung gern gleich noch eine SMS hinterher. Das ist extrem bedrängend", sagt sie und rät, lieber einen Tag abzuwarten.



















