Galiciens magische Dörfer: Im Land der "guten Hexen"

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Besucher erleben hier im Nordwesten der Iberischen Halbinsel eine Region voller Mystik, und sie begegnen Frauen mit Berufen, die es anderswo in Spanien gar nicht gibt, etwa "Guten Hexen" und Muschelsucherinnen.
María Xosé Cacabelos legt einen Schritt zu, sie hat es eilig. Den Häusern von Cambados, einem Fischerdorf an Galiciens Atlantikküste, würdigt sie kaum Aufmerksamkeit. Selbst der Palast "Pazo de Fefiñáns" mit seinen originellen Eckbalkonen am Turm findet nur eine kurze Erwähnung, während María Xosé ihre Begleiter über den Dorfplatz führt. "Das können sie sich später in Ruhe anschauen. Uns läuft die Zeit davon, das Wasser steigt schon an." María Xosé möchte ihr Dorf von der maritimen Seite zeigen, denn María Xosé ist Muschelsucherin.
Rund 80 Prozent der knapp 6000 Einwohner in Cambados leben vom Fischfang und dem Verkauf von Meeresfrüchten. Zusammen mit anderen organisiert María Xosé Touristentouren. Vom Sammeln der Muscheln übers Waschen bis hin zum Verkauf auf dem Fischmarkt zeigen sie den Besuchern nicht nur, wie sie arbeiten, sondern auch, wie sie leben.
Die anderen Muschelsucherinnen stehen tief gebückt im Watt, als die Gruppe mit María Xosé ankommt. Mit Harken und Eimern bewaffnet, graben sie nach den Meeresfrüchten. Sie haben kaum Zeit für eine Pause - die Ebbe gibt den Meeresgrund hier in der Ría de Arousa, einer fjordähnlichen Meeresbucht, nur für drei Stunden frei.
Dennoch freuen sich die Muschelsucherinnen über die Besucher und fangen an zu plaudern: "Das hier sind Almejas finas und das die Japonica. Die Almeja fina ist viel süßer im Geschmack und das Fleisch ist weicher", erklärt eine. Immer wieder holt sie einige aus dem Schlamm, öffnet sie und reicht sie den Urlaubern. "Frisch aus dem Wasser schmecken sie fast am besten", sagt María Xosé.
- Ihr Bericht über Galicien hat mir gut ge... | Sevilla92, 16.08.2008, 11:36

























