Drei Skigebiete in Bayern beschneien ihre Talabfahrten
Allein am Skiberg Jenner im Berchtesgadener Land werden 53 neue Schneekanonen und -lanzen in Betrieb genommen. Dafür gibt die Berchtesgadener Bergbahn nach eigenen Angaben 4,1 Millionen Euro aus. Ziel sei es, den Zeitraum zu erweitern, in dem die 2,6 Kilometer lange Talabfahrt nutzbar ist. Das sei im Schnitt in den Vorjahren nur an 20 Tagen der Fall gewesen, im besonders schneereichen Winter 2005/06 dagegen an 120. Ein komplettes Beschneien sei nun in 50 bis 60 Stunden möglich. Den Wasserbedarf dafür gibt das Unternehmen mit 30 Millionen Litern pro Jahr an. Das "Ski-Opening" am Jenner soll am 14. Dezember stattfinden, sagte eine Firmensprecherin.
In Garmisch-Partenkirchen sollen im Dezember 43 neue Maschinen mit der Kunstschnee-Produktion beginnen. Dort werden dann fünf Talabfahrten beschneibar sein - innerhalb von 70 Stunden. Laut dem örtlichen Tourismusverband steht die Investition in die Schneesicherheit schon in Zusammenhang mit der alpinen Ski- Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen. Doch auch Skiurlauber sollen damit verstärkt angesprochen werden.
In Oberstdorf sollen die Skigebiete Fellhorn-Kanzelwand und Nebelhorn künftig ebenfalls innerhalb von 70 Stunden komplett beschneit werden können. Auch "Deutschlands längste Talabfahrt" am Nebelhorn mit einer Länge von 7,5 Kilometern könne dann länger im Jahr befahren werden, heißt es bei den Bergbahnbetreibern: Das Beschneien werde von der 1934 Meter hoch gelegenen Liftstation Höfatsblick bis ins Tal verlängert. Oberstdorf gibt den Angaben zufolge für die neue Beschneiung rund neun Millionen Euro aus.





















