Was Urlauber an Trinkgeld geben sollten

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"Man gibt so viel, wie man mag und wie der Service wert war", sagt Marco Montini, Direktor bei der Italienischen Zentrale für Tourismus (ENIT) in Frankfurt. "Trinkgeld gibt man für persönliche Dienstleistungen", betont Ilknur Bodur von der türkischen Botschaft in Berlin. Es gibt also nichts extra für Bootsverleiher, wohl aber für Stadtführer, Taxifahrer, Kofferträger und Zimmermädchen.
Wander- und Stadtführer sollten ihr Trinkgeld abhängig von Einsatz und Fachkenntnis erhalten. "Da sammelt man in der Gruppe", empfiehlt Montini. Im Taxi wird in fast allen Ländern weltweit auf den vollen Betrag aufgerundet. Dem Kofferträger gibt man von Kopenhagen bis Kairo etwa einen Euro pro Gepäckstück, dem Zimmermädchen einen Euro pro Tag. Barkeeper bekommen ebenfalls je nach Aufwand: "Gibt er bloß eine Flasche Cola raus, bekommt er kein Trinkgeld", erklärt Bodur.

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Laut ADAC gilt in allen anderen Fällen die Faustregel: "Je weiter nördlich in Europa, umso geringer das Aufgeld." In Dänemark etwa ist Trinkgeld gänzlich unüblich, bestätigt Rainer Büchtmann von Visit Denmark in Hamburg. In Österreich, Frankreich und Spanien liegt man zum Beispiel in Restaurants mit fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrags richtig. In Italien werden zehn Prozent erwartet, und in der Türkei würde man mit "nur fünf Prozent" negativ auffallen.
Außerhalb des Euroraums ist Trinkgeld in Euro oder US-Dollar gern gesehen. Allerdings sollte es ein Schein sein. "Münzen lassen sich nicht in Landeswährung umtauschen", erklärt Martina Bier vom Ägyptischen Fremdenverkehrsamt in Frankfurt. Da der Euro mit Fünf-Euro-Noten startet, empfehlen sich Ein-US-Dollar-Noten in der Geldbörse. Diese übergibt man zum Beispiel in Ägypten persönlich. In Frankreich, Spanien und der Türkei gehört es sich hingegen, das Trinkgeld auf den Rechnungsteller oder Restauranttisch zu legen.
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