Zahl der tödlichen Badeunfälle sinkt deutlich

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Dies sagte der DLRG-Präsident Klaus Wilkens in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa am Nürburgring in der Eifel. Wilkens kritisierte die Schließung von immer mehr Bädern und das mangelnde finanzielle Engagement der Kommunen für die Sicherheit im Wasser. Das Ziel bleibe, die Zahl der Toten durch Ertrinken bis 2020 zu halbieren.
Nach Wilkens Prognose wird am Ende des Jahres bei der Zahl der Ertrunkenen in etwa wieder der Stand von 2007 erreicht. Ein Grund für das Auf und Ab in der Statistik sei immer das Wetter. Bei schönem Wetter "ist natürlich der Reiz zum Baden gerade in freier Natur höher und die Gefahr des Ertrinkens größer", sagte der DLRG-Präsident. "Aber wir sehen auch die positive Folgen von Präventivmaßnahmen."
In den vergangenen sieben Jahren sei die Zahl ertrunkener Kinder im Alter von bis zu fünf Jahren um mehr als die Hälfte gesunken. So würden bei einem Kindergartenprojekt der DLRG die Eltern über "mögliche Gefahrenquellen wie kleine Gartenteiche, Bäche, aber auch Regentonnen" für ihre Kinder aufgeklärt. Zudem lernten die Kinder in spielerischer Form Grundbegriffe der Wassersicherheit und Baderegeln.
"Nachdem aber die Kinder ins sichere Fahrwasser gelangt sind, sind die Senioren jetzt die Problemgruppe Nummer eins", sagte Wilkens. Die Schwimmfähigkeit liege ab 60 Jahren nur bei 50 Prozent. "Die haben es nie gelernt, weil sie die Segnungen der Bäderbaupolitik der 60er Jahre eben nicht mehr erreicht hat." Für die "Gruppe 50 plus" bilde die DLRG speziell geschulte Schwimmlehrer aus und biete Kurse an.
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