Große Babylon-Ausstellung in Berlin

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Berlin (dpa) - "Jerusalem ist ein Politikum, Babylon ist Weltkultur!" Mit diesem apodiktischem Leitsatz präsentieren die Ausstellungsmacher ihre spektakuläre Schau "Babylon. Mythos und Wahrheit", die auf der Berliner Museumsinsel zu sehen ist.
Nach einer teilweisen Präsentation der Schau im Pariser Louvre und vor der Londoner Station ist die Ausstellung vom 26. Juni bis zum 5. Oktober im Pergamonmuseum zu sehen. Damit also am Rekonstruktions-"Tatort" der Glanzstücke der Ausgrabungen des deutschen Archäologen Robert Koldewey Anfang des 20. Jahrhunderts, des Ischtartors und der legendären Prozessionsstraße von Babylon, in denen die Babylonier ihr Neujahrsfest mit Götterprozessionen feierten.
In Erinnerung gerufen wird noch einmal die vermutlich größte und prächtigste und auch multikulturelle Stadt des Altertums im Zweistromland Mesopotamien zwischen Euphrat und Tigris im heutigen Irak.
[Zu sehen sind über 1000 Objekte wie Keilschrifttafeln (in denen schon das "Auge um Auge, Zahn um Zahn" auftaucht), Schmuck, Grabbeilagen, Waffen, Münzen, Dokumente, Gemälde und natürlich auch Modelle des sagenumwobenen Turms zu Babel, der nach heutigen Kenntnissen quadratisch und stufenförmig angelegt war, den der letzte babylonische Herrscher, der Grieche Alexander der Große abtragen ließ, um einen neuen zu errichten - und darüber 323 v. Chr. in Babylon starb.

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Die Ausstellungsmacher der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zeigen - in Zusammenarbeit mit dem Pariser Louvre und dem British Museum, Leihgaben aus dem Irak waren aus Sicherheitsgründen nicht zu erhalten - Babylon in seinen vielen Facetten von der Religion über die Baukultur und der Arbeitswelt bis zur Wissenschaft und dem Rechtswesen.

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