Unbekanntes einer Stadt: Pariser zeigen ihre Ecken

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"Wir sind rund 100 Freiwillige. Jeder kennt sein Viertel in- und auswendig, seine Geschichte und seine Einwohner", sagt Dominique. Und weil er vor mehr als einem halben Jahrhundert das Licht der Welt im 19. Arrondissement erblickt hat, führt seine Reise auf Schusters Rappen an diesem Tag durch die Straßen und Gassen rund um den Parc des Buttes Chaumont im Nordosten der Stadt. Ausgangspunkt ist der Platz Colonel Fabien. Hier fanden zu Beginn des 19. Jahrhunderts Tierkämpfe aller Art statt. Heute ist der Platz vor allem wegen des Ufo-ähnlichen Gebäudes des brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer bekannt, den Sitz der kommunistischen Partei Frankreichs.
Von der belebten Rue Avenue Mathurin-Moreau aus geht es in die Rue des Chaufourniers, in der ehemals ein bedeutender Steinbruch lag. Die Straßen um den Park Buttes Chaumont, die zweithöchste Erhebung der Stadt, steigen fast alle steil an, und die Treppenaufgänge des Viertels verlangen ihr Tribut an Sportlichkeit. Deshalb legt Dominique nach den 80 Stufen der Rue Michel Tagrine auch eine Verschnaufpause ein. Er ist mit seinen Begleitern auf der knapp 100 Meter hohen "Butte Bergeyre" angekommen: ein Paradies mitten im Großstadtdschungel, ein Dorf im Dornröschenschlaf.
Üppig wuchern in der Rue Philippe-Hecht weißer Flieder und blaue Glyzinien über Mauern und Zäune. Manche Häuser sind so mit Efeu bewachsen, dass nur noch die Fenster zu sehen sind. Das Dorf auf dem Hügel besteht aus fünf Straßen, eine pittoresker als die andere. Am Fuß des Hügels ragen mehrstöckige Häuserblöcke in die Höhe, deren Innenhöfe an ihm kleben wie Nester an den Klippen.
- für eine Reisevorbereitung ist so etwas ... | giselamorlock, 26.07.2008, 08:32
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