06.11.2009
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Cafés und Kunst: Århus ist Dänemarks jüngste Stadt

Århus
An Möglichkeiten zum Ausgehen mangelt es nicht mehr - in Århus hat sich nicht zuletzt dank der vielen Studenten in dieser Hinsicht viel getan. (Bild: VisitDenmark/dpa/tmn)
© dpa

Århus (dpa/tmn) - Großstädte in Dänemark? Da denken die meisten an Kopenhagen und kommen danach ins Stocken. Die Hauptstadt ist so klar die Nummer eins, dass viele Touristen gar nicht wissen, dass es noch ein paar mehr gibt.

Die klare Nummer zwei ist Århus - und das schon lange. In dem halben Jahrhundert bis 1909 verzehnfachte die Stadt ihre Einwohnerzahl. Bald danach wurde Århus die zweitgrößte Stadt des Landes und ist es seitdem geblieben. Auch touristisch ist es eine klasse Alternative für alle, die von Kopenhagen genug haben.

Auf Jütland ist die Stadt ohnehin die Nummer eins. Königin Margarethe hat hier ein Schloss, Kronprinz Frederik hat in Århus studiert. Das ist nichts Besonderes: Die Uni ist ziemlich angesagt und mit 35 000 Studierenden die zweitgrößte Dänemarks. Das hat dazu beigetragen, dass Århus heute als die dänische Großstadt gilt, in der die Einwohner im Schnitt am jüngsten sind. Annette Weyer kann sich noch gut an die Zeiten davor erinnern, als sie 1976 aus Berlin nach Århus gezogen ist: "Damals war es ganz anders. Abends wusste man oft nicht, wo man hingehen konnte", erzählt sie bei einer Führung durch das Latinerkvater, dem hippsten Viertel der Stadt.

In der Vestergade reihen sich Cafés und Galerien aneinander. Etliche Mode-Designer sind hier zu Hause. An einer Hausfront ist das berühmte "Atomkraft - Nein danke"-Symbol zu sehen, der Kreis mit der roten Sonne, den auch in Deutschland Tausende von Atomkraftgegnern ans Auto oder an die WG-Tür klebten. "Das Zeichen ist hier in Århus erfunden worden", erklärt Annette Weyer.

Ansehnlich renovierte Fachwerkhäuser finden sich hier, Schmuckläden und Kunsthandwerk wie die Glasbläserei von Mette Bülow Duus. In den Regalen stehen Vasen in kräftigem Gelb oder Blau und Schalen mit Ständern, die sich lianengleich umeinander winden. Das ist typisch für dänisches Design - chic, schlicht und ein bisschen anders - und passt perfekt ins Latinerkvater. Genau wie die "Svieneriet", ein Restaurant ein paar Minuten entfernt.

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