"Es ist an der Zeit!": WM-Stadt Johannesburg ist bereit

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Kann es da noch etwas geben, das den Wirt Brian Shalkoff aus der Ruhe bringt? Einen Mann, der schon für Königin Elizabeth II. Gin-Tonic gemixt hat? "Natürlich", sagt Brian. "Die Fußball-Weltmeisterschaft, wir können sie kaum erwarten."
"We can't wait" steht in Johannesburg auf Riesenpostern und immer wieder der WM-Slogan "Ke Nako" - "Es ist an der Zeit!". Nach Jahren der Apathie und der Angst vor gewalttätigen Kriminellen ist Südafrikas Metropole aus dem Alptraum der ersten chaotischen Jahre nach dem Ende der Apartheid erwacht. Wachgeküsst wurde die größte Stadt südlich von Kairo nicht zuletzt durch die Entscheidung des Fußball-Weltverbandes, Südafrika mit der Ausrichtung der WM vom 11. Juni bis zum 11. Juli 2010 zu betrauen.
"Schon vorher ging es in Jozi, wie wir Johannesburg gern liebevoll nennen, langsam wieder aufwärts", sagt Henri Vergon. Der Wahl-Johannesburger aus Frankreich betreibt die Galerie "Afranova" mit Werken zeitgenössischer afrikanischer Künstler. Und das mitten im einst heruntergekommenen Zentrumsviertel Newtown. Heute glänzt es wieder mit Restaurants, Museen, Theatern und Galerien. "Ohne die WM-Entscheidung würde es hier wohl immer noch trübe aussehen."
Die Aussicht, Gastgeber des Weltsportereignisses zu sein, hat die Bemühungen von Bürgern, Geschäftsleuten, Behörden und auch der 2001 geschaffenen Metro-Polizeitruppe um die Wiederbelebung des Johannesburger Zentrums beflügelt. Die Ergebnisse sind nicht mehr zu übersehen. Selbst das in die teuren Vorstädte ausgewichene Nachtleben kehrt an angestammte Plätze zurück.
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