04.11.2009
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Stiftung Schneeglöckchen soll 1,6 Millionen veruntreut haben

Der Neuenburger Stiftung Schneeglöckchen wird Veruntreuung in der Höhe von 1,6 Millionen Franken vorgeworfen. Der Neuenburger Grosse Rat beschäftigte sich mit dem Fall der Stiftung, die sich um geistig Behinderte kümmert.

Der Ex-Direktor von Schneeglöckchen streite es pauschal ab, 1,6 Millionen Franken veruntreut zu haben, beantwortete Regierungsrätin Gisèle Ory die Interpellation eines Parlamentariers. Gemäss Ory soll jedoch ein Gericht über die Sachlage entscheiden.

Neben den Vorwürfen sei die Stiftung mit weiteren Schwierigkeiten konfrontiert: Die Betriebskosten betragen gemäss Ory 54 Millionen Franken; davon gingen 42 Millionen zu Lasten des Staates. Zudem leide die Institution an chronischem Personalmangel und "strategischen Mängeln".

Die juristische Form der Stiftung erlaube es dem Kanton jedoch nicht, zu intervenieren, hielt Ory fest. Die Neuenburger Regierung wolle nun aber die Gelegenheit nutzen, und alle von der Reorganisation der IV betroffenen Stiftungen unter einem rechtlichen Dach vereinen.

Hauptbetroffene der Änderung ist die Stiftung Schneeglöckchen. Die Neuenburger Regierung wolle das Finanzierungssystem für Stiftungen ändern und die Gelder nur noch zweckgebunden vergeben, sagte Ory.

© sda

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