Wüstenkönig Vettel will Button "in Hintern treten"

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Noch in dieser Woche will der Formel-1-Kronprinz dem neuen Weltmeister Jenson Button einen Vorgeschmack auf den Thronangriff im kommenden Jahr mit in den Urlaub geben. "Ich werde versuchen, ihm in den Hintern zu treten", kündigte Vettel vor der Abreise zum Race of Champions im Pekinger Olympiastadion mit einem Schmunzeln an.
Zwei Wochen nach seiner Trauermiene wegen des endgültig verpassten Titels in Brasilien fand der Heppenheimer Red-Bull-Pilot sein schelmisches Lachen wieder. Und wie! Auf der Pressekonferenz nach dem Großen Preis auf dem malerisch-märchenhaften Yas Marina Curcuit trieb er so manchen Scherz und nervte Button immer wieder mit der Frage nach dessen Eheplänen. Ernsthaft machte Vettel aber auch klar, dass seine Konkurrenten im kommenden Jahr nichts zu lachen haben werden. "Ich bin sehr zuversichtlich. Wir können nur stärker werden", betonte der viermalige Saisonsieger nach seinem Final-Triumph in Abu Dhabi, "es ist schade, dass die Saison vorbei ist".
Wieviel Respekt der Hesse nach nur zwei kompletten WM-Jahren mit insgesamt fünf Grand-Prix-Siegen genießt, verriet der Blick in die internationalen Medien nach seinem Wüstenritt vor der Kulisse aus 1001 Nacht. "Vettel beendet die Formel-1-Saison in Abu Dhabi in Schönheit", meinte "Le Figaro" aus Frankreich und die Kollegen von "Le Parisien" prophezeiten: "Die Zukunft gehört Vettel." Und das spanische Blatt "El País" fand: "Der Sieg von Sebastian Vettel ist eine Warnung an die Konkurrenz." Beim britischen "Guardian" hieß es: "Sebastian Vettel verabschiedet sich mit Stil".
Doch eines ist auch klar: McLaren-Mercedes mit dem entthronten Weltmeister Lewis Hamilton und Ferrari mit dem zweimaligen Champion Fernando Alonso werden zurückschlagen. "Ich denke, es wird vorn einen großen Kampf geben, was für alle von uns neu sein wird", meinte Button, "vier Teams, die um die Spitze kämpfen, das hat es noch nicht gegeben". Gleichwohl geht der Gejagte der kommenden Saison davon aus, dass Ferrari und McLaren-Mercedes "nicht plötzlich stärker sein werden als Red Bull".
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