05.11.2009
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In Kooperation mit Motorsport-Total.com GmbH

Renault-Vorstand: Entscheidung vertagt

Nur wenige Stunden nach der Rückzugsbekanntgabe von Toyota sickerte gestern aus Paris durch, dass es auch bei Renault ganz konkrete Überlegungen gibt, der Formel 1 den Rücken zu kehren. Offenbar fand im Beisein der beiden Teamchefs Jean-François Caubet und Bob Bell eine Vorstandssitzung statt, bei der jedoch keine finale Entscheidung getroffen wurde.

Jean-François Caubet im Gespräch mit Konzernchef Carlos Ghosn
Jean-François Caubet im Gespräch mit Konzernchef Carlos Ghosn
© xpb.cc

"Sie werden sich gedulden müssen", wird Konzernchef Carlos Ghosn von der Nachrichtenagentur 'Reuters' zitiert. "Wir werden hinsichtlich unserer Teilnahme an der Formel 1 noch in diesem Jahr eine Bekanntgabe machen." Derzeit gibt es drei Möglichkeiten: erstens einen Totalausstieg aus der Formel 1, zweitens einen Verkauf von Anteilen des Teams an einen externen Investor und drittens eine Fortführung des Engagements.

Ernsthaft in Frage gestellt wurde das Renault-Engagement in der Formel 1 insbesondere nach Bekanntwerden des "Crashgate"-Skandals um den manipulierten Grand Prix von Singapur 2008. Der kostete Erfolgsteamchef Flavio Briatore und Pat Symonds den Job - zwei wichtige Schlüsselfiguren, die für viele Renault-Erfolge in der Königsklasse mitverantwortlich waren.

Für Robert Kubica sind diese Gerüchte eine Hiobsbotschaft. Der Pole hat als erster Fahrer bereits für 2010 unterschrieben. Ein zweiter Renault-Pilot steht noch nicht fest.

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