Scuderia Toro Rosso
Steckbrief
| Chassis | Toro Rosso STR-02B |
| Motor | Ferrari 056 |
| Reifen | Bridgestone |
| Fahrer 1 | Sébastien Bourdais |
| Fahrer 2 | Sebastian Vettel |
(Stand: 3. März 2008) "Toro Rosso" bedeutet zu Deutsch so viel wie "Roter Bulle", was die Eigentümerfrage im Italienisch des ehemaligen Minardi-Teams beantwortet:
Der österreichische Energydrink-Hersteller Red Bull zieht bei der Scuderia aus Faenza seit 2006 die Fäden - übrigens gemeinsam mit 50-Prozent-Teilhaber Gerhard Berger.
Das Ziel von Toro Rosso war ursprünglich, den Red-Bull-Kaderfahrern den Einstieg in die Formel 1 zu ermöglichen und ihnen dort in einem Lehrjahr den nötigen Feinschliff zu verpassen.
Inzwischen ist man von dieser Linie allerdings ein wenig abgewichen, der Rennstall will sich als konkurrenzfähiges Team in der Königsklasse des Motorsports etablieren. Verglichen mit den Großen verfügt man jedoch über verhältnismäßig bescheidene Ressourcen. Technisch ist Ex-Ferrari-Mann Giorgio Ascanelli verantwortlich.
Die Autos für Sebastian Vettel und ChampCar-Quereinsteiger Sébastien Bourdais werden allerdings nicht in Faenza gebaut, sondern von einer Firma namens Red Bull Technology mit Sitz im britischen Milton Keynes.
Bei Red Bull Technology steht ein gewisser Adrian Newey auf der Payroll - die Toro-Rosso-Boliden sind also effektiv Red-Bull-Kundenautos. In die Saison 2008 wird aber vorerst noch mit dem Red-Bull-Modell des Vorjahres gestartet.
Übrigens: Das Sagen haben bei der Scuderia Toro Rosso nicht mehr Paul Stoddart und Gian Carlo Minardi, sondern der Österreicher Franz Tost. Den früheren Logistikchef von BMW soll Dietrich Mateschitz persönlich für den Posten des Teamchefs ausgesucht haben.
Und was hat sich Tost als Ziel vorgenommen? "Wir wollen in ein paar Jahren zu den Topteams aufschließen", kündigte er bei seiner Amtsübernahme im Jahr 2006 an.




















