Kimi Räikkönen
Dennoch war das Talent des jungen Finnen sofort offensichtlich, zumal er schon damals mit dem zu jenem Zeitpunkt erfahreneren Nick Heidfeld gut mithalten konnte. Dass er Ende der Saison auch anstelle des Deutschen von McLaren-Mercedes verpflichtet wurde, kam daher nicht allzu überraschend.
Der "Iceman", wie er von seinem ehemaligen Teamchef Ron Dennis getauft wurde, hatte bei den "Silberpfeilen" David Coulthard vom Speed her stets im Griff und etablierte sich rasch als klare Nummer eins. In seinem zweiten McLaren-Mercedes-Jahr gewann er seinen ersten Grand Prix, schrammte aber in der Endabrechnung knapp am WM-Titel vorbei.
An seinem außergewöhnlichen Talent bestand aber spätestens jetzt kein Zweifel mehr. Auch 2005 wäre er beinahe Weltmeister geworden, wenn nicht die Technik so oft versagt hätte; 2006 war er vom Material her unterlegen.
Der Wechsel zu Ferrari vor der Saison 2007 entpuppte sich als goldrichtiger Schachzug: Räikkönen gewann den Auftakt-Grand-Prix in Australien in souveräner Manier, erlebte anschließend ein Jahr voller Höhen und Tiefen - und sicherte sich schlussendlich mit einem Traumfinish beim dramatischen Finale in Brasilien einen Punkt vor Lewis Hamilton und Fernando Alonso seinen ersten WM-Titel. Damit gelang es ihm auf Anhieb, das Erbe seines in Italien bewunderten Vorgängers Michael Schumacher anzutreten.
Mit einer geschätzten Jahresgage von 25 Millionen Euro gilt der Finne übrigens als Bestverdiener in der Formel 1.




















