Alonso: "Wie in alten Zeiten"
Tatsächlich erinnerte die Siegesfahrt des zweifachen Weltmeisters an erfolgreiche Renault-Zeiten. "Ich hatte zwar Glück mit dem Safety-Car, aber ich konnte meinen Konkurrenten danach problemlos davonziehen", freute sich der Spanier in der Sportzeitschrift 'AS'. "Ich hatte einen großartigen Speed. Fast wie in alten Zeiten."
Alonso hatte im Verlauf der Saison bis zum Singapur-Sieg nicht einmal auf dem Podest gestanden, immer wieder hatte er Mängel am aktuellen R28 moniert. Nach seiner Rückkehr nach nur einem Jahr bei McLaren-Mercedes wollte der stolze Asturier Renault schnell wieder in weltmeisterliche Bahnen lenken, doch gelang dies nicht. "Dieser Sieg entschädigt nun für die vielen negativen Dinge, die wir in dieser Saison erlebt haben."
"Ich werde einige Tage brauchen, um das sacken zu lassen", fügte Alonso in einer ersten Reaktion nach dem Triumph an. Sein letzter Grand-Prix-Erfolg lag immerhin schon über ein Jahr zurück.
"Am Samstag hätte ich gesagt, dass ich ein Wunder brauche, um irgendetwas zu erreichen. Aber man hat gesehen, dass im Sport alles möglich ist, wenn man nur hart dafür arbeitet." Die Arbeit und der Erfolg haben die Renault-Mannschaft wieder zusammen geschweißt. Arm in Arm ließ man sich jubelnd in der Boxengasse samt Siegerpokalen ablichten.
Alonso war dabei nur wenig zum lautstarken Feiern zumute. "Ich war auf dem Podium einfach nur müde. Ich konnte einfach nicht viele Siegesgesten machen, weil ich einfach schlapp war", kommentierte er seine verhalten wirkende Freude auf dem Podest. "Das Rennen war sehr lang. In Monaco fahren wir 260 Kilometer, hier waren es 300. Außerdem funktionierte die Getränkeanlage nicht, wie das so häufig ausgerechnet bei den heißesten Rennen der Fall ist."




















