Coulthard: Spatenstich für russische Formel-1-Strecke
In Wolokolamsk, etwa 80 Kilometer von Moskau entfernt, führte Formel-1-Star David Coulthard den Spatenstich für den 3,878 Kilometer langen Moscow Raceway durch. Geplant wurde die Strecke - wie könnte es anders sein - vom Aachener Architekten Hermann Tilke, die Kosten werden mit 165 Millionen Euro veranschlagt. Dafür aufkommen werden russische und ausländische Privatinvestoren, deren Namen nicht bekannt sind.
Für die Durchführung der Bauarbeiten wurde der österreichische STRABAG-Konzern verpflichtet, was wohl kaum ein Zufall ist: Projektleiter in Wolokolamsk ist der Österreicher Hans Geist, früher Streckenchef in Spielberg und Manama. "Der Moscow Raceway bedeutet einen wichtigen Schritt für Russland in Richtung Formel 1", sagte Geist. "Es sind aber noch viele wichtige Verhandlungen zu führen, damit dieses Rennen auch Realität wird."
Der Streckenname ist eine Mogelpackung, denn von Wolokolamsk aus ist Moskau nicht einmal mit dem Fernglas zu sehen. Allerdings verkauft sich ein Moskau-Grand-Prix eben besser als ein Wolokolamsk-Grand-Prix. Die Fertigstellung ist für 2010 geplant. Ob die Formel 1 dann sofort an die Tür klopfen wird, sei dahingestellt, aber selbst wenn nicht: Tests der Automobilindustrie und die Tourenwagen-Weltmeisterschaft stehen als Ersatzprogramm in den Startlöchern.
Was die Rennstrecke selbst angeht, so wurden heute die ersten Eckdaten präsentiert: 15 Kurven, ein hügeliges Gelände mit einem Höhenunterschied von 22 Metern sowie 17 verschiedene Streckenkombinationen sollten hochwertigen und interessanten Motorsport garantieren. Die vom Computer errechnete Höchstgeschwindigkeit beträgt 311 km/h und bis zu 100.000 Besucher werden am Moscow Raceway Platz finden.




















