Podolski-Hype beim Kölner Trainingsauftakt

© Bongarts/Getty Images
"Das ist sensationell und ein unbeschreibliches Gefühl, wenn einem 20.000 Zuschauer zujubeln. Ich freue mich, dass ich wieder in der Heimat bin. Das ist eine ganz besondere Beziehung zum Klub. Der Kontakt ist nie abgerissen", sagte Podolski, der für zehn Millionen Euro vom deutschen Rekordmeister Bayern München an den Rhein zurückkehrte.
Popularität wie Beckenbauer
Auch Präsident Wolfgang Overath war angesichts des euphorischen Empfangs für Podolski überwältigt. "Ich weiß nicht, ob es so etwas schon mal in Deutschland gegeben hat. Das ist sensationell. Was die Popularität angeht, gibt es nur ganz wenige, die da herankommen - vielleicht noch Franz Beckenbauer", sagte der Weltmeister von 1974 dem Sport-Informations-Dienst (SID) und Michael Meier ergänzte: "Die vielen Zuschauer sind der Beweis dafür, dass wir mit dem Transfer das Herz der Kölner getroffen haben."
So stand das erste Training ganz im Zeichen von Podolski. Während die Spieler auf dem grünen Rasen die erste Runde drehten, wurde über die Lautsprecher der für den Nationalspieler eigens komponierte Song "Nach Hause" der Popgruppe "5 vor 12" eingespielt. Der Publikumsliebling applaudierte während seiner Warmlaufrunde in Richtung der Fans, unter denen auch sein Vater Waldemar sowie Schwester Justyna das Training verfolgten.
Champions League als Traum
"Ich freue mich, dass ich wieder in der Heimat bin. Ich habe eine ganz besondere Beziehung zu diesem Verein und den Menschen. Es ist geil, wenn man hier spielt", sagte Podolski, der für zehn Millionen Euro vom deutschen Rekordmeister Bayern München an den Rhein zurückkehrte und schon von Höherem träumte: "Ich hoffe, dass ich mit dem 1. FC Köln auch mal in der Champions League spiele."
Bei seiner ersten Einheit übertraf Podolski sogar den früheren Kölner Trainer-Liebling Christoph Daum. Als der Coach seine erste Einheit bei seiner Rückkehr auf den Trainerstuhl am 27. November 2006 leitete, verfolgten dies "nur" rund 9000 Zuschauer. Daum hatte seinen Vertrag per Ausstiegsklausel zum 31. Mai dieses Jahres gekündigt und arbeitet zukünftig in der Türkei bei Fenerbahce Istanbul.
Dass nun Soldo und nicht Daum der Cheftrainer ist, bereitet Podolski kein Problem. Er sei wegen des Klubs und nicht wegen des Trainers zum FC gekommen. Ab jetzt steht aber harte Arbeit für den Stürmer an. "Ich kenne die Stadt, ich kenne das Umfeld. Die Mannschaft hat sich verändert, das Vereinsheim auch ein wenig. Ich gebe Gas in der Vorbereitung, dann wirds auch klappen. Da habe ich keine Sorge", sagte Podolski, der bei den Bayern über die Reservistenrolle häufig nicht hinausgekommen war.
"Ein Junge mit Leaderqualitäten"
"Sportlich war es vielleicht nicht so positiv, aber als Mensch ist er unheimlich gereift. Als er damals ging, war er ein Riesentalent, aber ein Junge. Jetzt ist er ein Junge mit Leaderqualitäten", sagte Overath. Soldo freut sich bereits auf die weitere Zusammenarbeit: "Er ist eine Riesenverstärkung für uns. Lukas braucht keine Eingewöhnungszeit und er kann mit dem Druck umgehen."
Mit seinem neuen Sturmpartner Milivoje Novakovic konnte Podolski in der ersten Übungseinheit aber noch nicht auf Torejagd gehen. Der Slowene absolvierte genauso wie der Portugiese Petit und Marvin Matip ein Reha-Programm auf dem Rasen.
Neben Podolski war Sebastian Freis, der vom Karlsruher SC kam, der einzige Neuzugang im 25-köpfigen Kader. Außerdem wurden die beiden U17-Nationalspieler Reinhold Yabo und Bienvenue Basala-Mamzana hochgezogen.
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