02.11.2009
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Bochum: Anfällig bei hohen Bällen

Völlig verdient verlor der VfL bei Herrlichs Premiere als Bundesliga-Trainer, und zur Mängelliste gehören neben der Angriffsschwäche auch die gravierende Anfälligkeit bei hohen Bällen, speziell zu besichtigen beim 2:1. Wenig Grund zur Freude insgesamt für Herrlich - sein Einstand in Stichpunkten:

Heiko Herrlich und seine Baustellen.
Heiko Herrlich und seine Baustellen.

Seine Vorbereitung

Sieben Einheiten hat Heiko Herrlich seit Mittwoch mit seiner neuen Mannschaft absolviert, setzte häufig auf Spielformen, unterbrach, korrigierte, suchte das Gespräch mit den Spielern. Zum besseren Kennenlernen bezog der VfL ab Donnerstag ein Kurz-Traininglager in Neu-Isenburg.

Seine Änderungen

Drei neue Leute brachte Herrlich im Vergleich zum 1:4 gegen Bremen, als noch Frank Heinemann (44) das Sagen hatte. Beide Außenbahnen besetzte er neu, Epallé (zuletzt gesperrt) und Grote ersetzten Freier und Azaouagh (verletzt). Zudem blieb Klimowicz zunächst draußen, und Herrlich setzte auf den schnellen, beweglichen Dedic. Der Slowene postierte sich etwas tiefer als Sturmspitze Stanislav Sestak, so dass sich ein 4-2-3-1-System ergab, blieb aber insgesamt völlig wirkungslos.

Sein Auftreten

Die Anfangsphase erlebte Herrlich - hellblaue Trainingsjacke, dunkle Hose, Sportschuhe - fast komplett stehend, dirigierte von draußen, gab Anweisungen und hatte sich kaum gesetzt, als Caios Schuss zum 0:1 einschlug. "Absolute Leidenschaft" wolle er sehen, sagte der neue Mann kurz vor dem Anpfiff. Meist aber wirkte der Trainer draußen deutlich lebhafter als seine Mannschaft.

Sein Start-Vergleich

Herrlichs Premiere endete mit einer Niederlage - Vorgänger Heinemann war mit einem 0:3 im Pokal gegen Schalke gestartet, hatte in der Liga dann in Nürnberg gewonnen. Für Marcel Koller hatte es beim Debüt ein 4:0 in Saarbrücken gegegeben.

Pech für Herrlich, dass ausgerechnet der bisher stärkste Bochumer patzte. Keeper Philipp Heerwagen (26), nach dem zehnten Spieltag mit einem Notenschnitt von 2,42 der Beste unter den Bundesliga-Torhütern, sah beim Frankfurter Führungstor schlecht aus, als Caios Freistoß in der Torwartecke einschlug. Kollege Shinji Ono (30) dagegen fiel nur durch seinen blitzartigen Platzverweis auf: Nur 25 Sekunden nach seiner Verwarnung flog der Japaner mit Gelb-Rot vom Platz; schon am achten Spieltag gegen Wolfsburg hatte der Fein-Techniker seinen Dienst auf diese Weise vorzeitig beenden müssen.

© kicker online

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