Studie: 2. Bundesliga weniger attraktiv
Der Umsatz der Liga ging in der vergangenen Saison um rund 70 Millionen Euro zurück, wie eine am 16. November in Köln vorgestellte Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte ergab. Hauptgrund seien gesunkene Zuschauerzahlen. Basketball, Eishockey und Handball als die drei anderen wichtigsten deutschen Profiligen nach der Fußball- Bundesliga konnten ihre Umsätze gegenüber der Vorsaison dagegen steigern. In allen vier Ligen zusammen sanken Spieltag-Erlöse und Zuschauerzahlen um fünf Prozent.
Die vier untersuchten Spielklassen erwirtschafteten in der Saison 2008/09 einen Gesamtumsatz von rund 500 Millionen Euro - und damit etwa 50 Millionen Euro weniger als in der Vorsaison. Verantwortlich für diese Entwicklung war vor allem die 2. Bundesliga, deren Umsatz zum ersten Mal seit 2003/04 gesunken ist.
"Der Rückgang hier ist jedoch nicht konjunkturell bedingt, sondern durch die Zusammensetzung der Liga zu erklären", sagte Deloitte- Manager Stefan Ludwig. Vor allem der Aufstieg namhafter Vereine mache der Liga zu schaffen. Nach dem Rekordjahr 2007/08 mit einem Umsatz von 331 Millionen blieb die 2. Bundesliga mit 262 Millionen Euro jedoch die umsatzstärkste Spielklasse.
Die Fußball-Bundesliga hatte 2007/08 laut dem im Juni von Deloitte veröffentlichten "Annual Review of Football Finance" 1,438 Milliarden Euro eingenommen und einen Gewinn von 136 Millionen Euro erzielt. Zahlen für 2008/09 liegen für die Elite-Klasse noch nicht vor.
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