02.11.2009
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Real Madrid unter Druck: Metzelder als Opfer

Hamburg (dpa) - Real Madrid steht unter Druck - und Christoph Metzelder mal wieder auf dem Abstellgleis: Der deutsche Nationalspieler wurde von Coach Manuel Pellegrini für das Champions- League-Duell der erfolgreichsten Europapokal-Mannschaften beim AC Mailand nicht einmal in den Kader berufen.

Real-Trainer
Manuel Pellegrini fordert von seiner Mannschaft den Sieg gegen den AC Mailand.
© dpa

Mittelfeldmann Guti und der Deutsche sind die einzigen "Opfer", die die 0:4-Pokalschlappe beim drittklassigen AD Alcorcón ausbaden müssen und dadurch nicht Revanche für die 2:3-Heimschlappe gegen Milan nehmen können. "Wir werden dem AC Mailand zeigen, wer wir sind", tönte Gonzalo Higuaín, der als Ersatz für den verletzten Superstar Cristiano Ronaldo beide Tore zum 2:0-Sieg bei der Generalprobe gegen den FC Getafe erzielte.

Während Metzelder nach schwacher Leistung im Pokalspiel und Guti wegen eines Wortgefechts mit Pellegrini auf der Tribüne schmorten, brachte sich der in die Kritik geratene Coach mit dem Sieg vorerst aus der Schusslinie. Real-Präsident Florentino Pérez, dessen Groß- Investitionen von 250 Millionen Euro noch nicht die gewünschten Erfolge bescherten, gab ihm bereits eine Art Jobgarantie. "Ich bin sicher, dass Pellegrini bis zum Ende der Saison im Amt bleiben wird. Wir sind mit ihm zufrieden. Man muss Geduld haben. Real wird eine glänzende Saison hinlegen", sagte der starke Mann bei den Madrilenen.

Beim Gastspiel des neunmaligen Europacup-Siegers im Landesmeister- Wettbewerb beim siebenmaligen Titelträger Milan wird zumindest für 90 Minuten jede Freundschaft ruhen. Denn im Kampf um den Achtelfinal- Einzug können sich beide Mitfavoriten (je 6 Punkte) Rückschläge nicht erlauben, denn die Verfolger Zürich und Marseille (je 3) sind längst nicht abgeschüttelt. "Wir sind mit dem AC Mailand eng befreundet, aber wir werden die Mailänder schlagen. Das Beste wäre, wenn wir uns im Finale wiedersähen", meinte Pérez. Adriano Galliani, dessen AC nach schwachem Saisonstart immer besser in Fahrt kommt, will bei der Rückkehr des "vermissten Sohnes" Kaká die Milan-Fans verwöhnen. "Wir haben durch den Kaká-Verkauf eine Reihe von Anhängern verloren, nun wollen wir sie zurückholen", kündigte Milans Vizepräsident an.

Derweil streben Manchester United mit einem Heimsieg gegen ZSKA Moskau und der FC Chelsea bei Atlético Madrid den vorzeitigen Sprung ins Achtelfinale an. Vor allem Chelsea mit DFB-Auswahlkapitän Michael Ballack ist derzeit nicht zu stoppen. 17:0 Tore aus den letzten vier Pflichtspielen, darunter die 4:0-Demontage von Atlético Madrid an der Londoner Stamford Bridge, und die Maximal-Ausbeute von 9 Punkten in der Königsklasse stehen für die "Blues" zu Buche. "Wir haben jetzt große Spiele vor uns und gehen aufgeräumt in das nächste Match", erklärte Ballacks Mittelfeldkollege Frank Lampard. Allerdings dürften viele Chelsea-Asse schon an den Premier-League-Knüller gegen Englands Meister Manchester United denken. "Es ist wichtig, dass wir uns weiter gut konzentrieren", warnte deshalb Chelsea-Coach Carlo Ancelotti vor der Partie in der spanischen Hauptstadt.

Allerdings ist der Gegner nach dem schlechtesten Saisonstart seit 41 Jahren angeschlagen. In der Primera División rangiert Atletico auf einem Abstiegsplatz, in der Champions League in der Gruppe D mit einem mickrigen Zähler an letzter Position. Beim 0:1 bei Athletic Bilbao hatten die Rot-Weißen allerdings mit drei Aluminium- Treffern auch viel Pech. Deshalb ist der neue Trainer Quique Sánchez Flórez verhalten optimistisch: "Das Ende des Tunnels ist in Sicht."

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