28.10.2009
|
Bookmark-DiensteBookmark-DiensteBookmark-DiensteBookmark-Dienste

Treueschwüre für Basler - Köln träumt von Berlin

Trier (dpa) - Für den einen ist das Kapitel DFB-Pokal beendet, der andere hat Berlin als Traumziel für das Finale fest im Blick. "Jetzt ist der Pokal aus den Köpfen, jetzt gilt alle Konzentration der Regionalliga", sagte Mario Basler.

Eintracht Trier - 1. FC Köln
Der Kölner Youssef Mohamad (r) jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 in Trier.
© dpa

Für den Trainer von Eintracht Trier wird die Luft nach dem 0:3 (0:2) im Pokal-Achtelfinale gegen den Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln immer dünner. Doch selbst nach der fünften Pflichtspiel-Niederlage des West-Regionalligisten in Serie steht der Ex-Nationalspieler bei seinem Club hoch im Kurs.

"Er steht nicht zur Disposition", beteuerte der Sportliche Leiter Fritz Fuchs. "Es gibt keine Probleme zwischen Mannschaft und Trainer", ergänzte Stürmer Sahr Senesie. Doch der in seiner aktiven Zeit zwischen "Genie und Wahnsinn" wandelnde 40-Jährige weiß um die Mechanismen des Geschäfts und den Wert von Treueschwüren. "Wenn du vier, fünf Mal nicht gewonnen hast, dann sind die Diskussionen normal", sagte Basler.

DFB-Pokal
Objekt der Begierde: Der DFB-Pokal

Achtelfinale:

Bis 2012 steht er unter Vertrag bei dem Viertligisten, den er 2008 erst als Trainer und später als Teammanager übernommen hat. Ob er den Kontrakt erfüllen darf, entscheidet der Liga-Alltag. In der Stadt und beim Club hat sich der einstige Ballkünstler durchaus Verdienste erworben. Arbeitseifer, professionelle Einstellung und Ernsthaftigkeit kennzeichnen seine sportliche Arbeit.

Seine Popularität öffnet dem bekennenden Weißbier-Trinker viele Türen und spült mit PR-Maßnahmen auch Geld in die chronisch leeren Kassen des einstigen Zweitligisten, der so gern in den bezahlten Fußball zurückwill. "Wir müssen wieder anfangen zu punkten", forderte Basler, "aber wir strotzen im Moment nicht vor Selbstvertrauen." Das sind keine idealen Voraussetzungen, um vom zwölften Platz in der Regionalliga West wieder in die Aufstiegszone zurückzukehren.

Der 1. FC Köln will nach dem erstmaligen Einzug ins Viertelfinale seit der Saison 2002/2003 mehr. Das Finale in Berlin ist das Ziel. "Dazu brauchen wir auch ein bisschen Glück. Auf jeden Fall ist der Pokal der Wettbewerb, der uns schnell in die Spur bringt, auch finanziell", sagte Geschäftsführer Michael Meier nach dem souveränen Sieg. "Das war professionell", meinte Trainer Zvonimir Soldo. Der Coach war angetan von der Arbeit seiner Kicker und den Toren von Milivoje Novakovic (25. Minute), Youssef Mohamad (29.) und des starken Maniche (52.) "zur rechten Zeit".

"Das Finale ist ein Traum. Jetzt warten wir mal die Auslosung ab, und dann sehen wir weiter", meinte Nationalspieler Lukas Podolski, der sein Können nur sporadisch zeigte und wieder ohne Torerfolg blieb. Dass sich sein Team mit dem Erfolg beim Viertligisten Selbstvertrauen geholt hat, soll sich in der Bundesliga auszahlen. Die Rückkehr von Mittelfeld-Star Maniche nach Rot-Sperre war vielversprechend. "Er macht das Spiel schnell und hat gute Kombinationen eingeleitet", lobte Meier.

Artikel bewerten:
Glücksfall

Vom "Enfant Terrible" zum Vorbild

Mario Basler mausert sich vom Exzentriker zum akribischen Trainer. mehr

Ballverliebt oder nur Schönwetter-Fan?

Sind Sie ein echter Fußballanhänger? Finden Sie es heraus! mehr

Ex-Nationalspieler

Buchwald will zurück in die Bundesliga

Guido Buchwald bringt sich selbst als Trainer ins Gespräch. mehr

Meinungen zum Thema (0) in Fußball

Was ist Ihre Meinung zu diesem Artikel? Bisher wurde hierzu noch keine Meinung abgegeben - aber Sie haben doch bestimmt eine!

Meinung schreiben

Bundesliga: Der 27. Spieltag

Alle Spiele im Live-Ticker zum Nachlesen. mehr

Fußball
JAAA!

Spielpläne/Tabellen

1. Bundesliga
DFL-Logo

Alle Bundesligavereine

GMX interaktive Suche

Schließen