"Hochsteigen, einnicken": Oehrl mit Tor-Premiere

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"Wir haben vor dem Spiel darüber philosophiert, dass Torsten eine Bude macht", verriet Mitspieler Tim Borowski. Der Treffer zum 3:0-Endstand nach Flanke von Mesut Özil bedeutete die endgültige Entscheidung im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern. Vor 26 094 Zuschauern im Weserstadion hatte der Titelverteidiger das Spiel dominiert und dem Zweitliga-Zweiten keine Chance gelassen. Petri Pasanen traf in der 28. Minute zur Führung, Borowski erhöhte noch vor der Pause auf 2:0 (39.).
Mit drei Kopfballtoren verhinderte Werder nach den Vortages-Siegen von Osnabrück gegen Dortmund und Fürth gegen Stuttgart eine weitere Sensation. "Diese Ergebnisse haben uns sicherlich nicht geschadet", meinte Trainer Thomas Schaaf. "Wenn man den Gegner unterschätzt, kann es eine Überraschung geben", sagte Aaron Hunt, der seine erneut starke Leistung mit der Vorlage zum 2:0 krönte. "Bei uns hat die Einstellung gestimmt. So konnten wir das Spiel kontrollieren."
Glück für Oehrl: Da die Partie schon zur Pause so gut wie gelaufen war, konnte Schaaf den 1,93 Meter langen Mittelstürmer zur Halbzeit für den angeschlagenen Marcelo Moreno bedenkenlos einwechseln. "So können junge Spieler auch mal zeigen, was sie drauf haben", sagte Kapitän Torsten Frings. Topstürmer Claudio Pizarro stand wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht im Kader, Markus Rosenberg ist außer Form - so bekam Youngster Torsten Oehrl seine Bewährungschance.
Seit seinem Wechsel von der SpVgg Greuther Fürth im Sommer 2008 hat Oehrl für die zweite Bremer Mannschaft in 50 Drittliga-Spielen 22 Tore geschossen. Sein Bundesliga-Debüt gab er am 31. Spieltag der vergangenen Saison beim 2:0 gegen den Hamburger SV. "Das Tor gibt mir Selbstvertrauen", sagte Oehrl nach seiner Treffer-Premiere gegen die Lauterer. Und befand: "Ich hatte eine Chance, die habe ich genutzt."
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