16.06.2009
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Scharfe Kritik an Millionen-Transfers im Fußball

München (dpa) - Auch eine Woche nach den Transfers der Fußball- Stars Cristiano Ronaldo und Kaká für zusammen mehr als 150 Millionen Euro zu Real Madrid hat sich die Diskussion um die Höhe von Ablösesummen nicht gelegt.

Millionenwahnsinn
Auf Ronaldos Schultern würde in Real die Last der Millionen Euros drücken.
© dpa

"Wir müssen wieder mehr Rationalität reinbekommen. Die Summen, die da im Moment durch die Gegend fliegen, sind keinem Menschen auf der Straße mehr zu vermitteln. Rechnen Sie allein mal die 94 Millionen für Ronaldo plus die kolportierten 11,5 Millionen Netto-Gehalt - das wird mir zu absurd", sagte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der "Bild".

Rummenigge, der auch Vorsitzender der Europäischen Club-Vereinigung (ECA) ist, nahm bereits Kontakt mit UEFA-Präsident Michel Platini auf. "Wir werden in Sachen Financial Fairplay neue Regeln aufstellen müssen", sagte Rummenigge. Auch der ehemalige Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld sieht solche Transfers als problematisch für einen fairen Wettbewerb an.

"Man sollte die Investitionen selbst bezahlen können. Ich finde es sehr fraglich, wenn sich der Verein überschuldet. Real macht ja wieder mehr Schulden, als sie schon haben. Das finde ich etwas unseriös", sagte der heutige Schweizer Nationaltrainer in einem Interview der "tz". "Wenn sich Vereine maßlos überschulden können, ist das Wettbewerbsverzerrung."

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Ist Ronaldo die Millionen wert?

Der frühere Nationalspieler Günter Netzer bezeichnete die Entwicklung als "krank" und "ethisch-moralisch nicht mehr vertretbar". "Ich verurteile, dass so hohe Summen gezahlt werden. Das ist nicht mehr meine Welt", sagte Netzer den "Stuttgarter Nachrichten". Betriebswirtschaftlich hält der TV-Experte derartiges Finanzgebaren ebenfalls für kaum noch seriös. Viele Clubs seien "mit ihrer Finanzkraft an der äußersten Grenze angelangt".

Selbst der bei Real Madrid unter Vertrag stehende Nationalspieler Christoph Metzelder verfolgt die Transfer-Offensive seines Clubs mit gemischten Gefühlen.

Einerseits freut er sich zwar über jeden Weltstar, der sein Team verstärkt, andererseits kann auch er die gigantischen Ablösesummen nicht gutheißen. "Madrid hat hohe Ziele, muss am besten immer ein Offensiv-Spektakel bieten und daher investieren. Persönlich kann ich diese Dimensionen aber nicht nachvollziehen, gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten", sagte der DFB-Auswahlakteur.

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Meinungen zum Thema (156) in Fußball
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portlas - 18.06.2009, 14:18

verstehe die Aufregung hier sowie auch den Kommentar von Rummenige nicht. Fussballvereine wie auch jeder andere im Leistungsport sind im prinzip Unternehmen und die Gehälter wie Ablösungen richten sich nach Angebot und Nachfrage. Und sol... gesamten Beitrag lesen

ferss - 18.06.2009, 12:09

Die Klubs in ITA, ENG oder SPA haben im Gegensatz zu den meisten deutschen Klubs steinreiche Chefs, für die die Milliarden keine Rolle spielen. Wenn sich an den Summen was ändern soll, müsste man gewissen Geschäftsleuten ab einer ... gesamten Beitrag lesen

pka7956 - 18.06.2009, 11:57

Seit Jahren vertrete ich schon die Meinung: Sportler sollten nach Leistung bezahlt werden. Ein sehr gutes Grundgehalt und bei entsprechender Leistung einen Bonus. Wenn die da oben zu viel Geld haben könnten sie ab und an bei einem Stadion Spie... gesamten Beitrag lesen

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