03.11.2009
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Spanien ab 2010 kein Steuerparadies mehr

Madrid (dpa) - Spanien will kein Steuerparadies für ausländische Fußballstars mehr sein. Die regierenden spanischen Sozialisten kamen in Madrid mit anderen Linksparteien überein, das sogenannte "Beckham-Gesetz" zu reformieren.

Danach sollen Ausländer, die nur vorübergehend in Spanien leben und mehr als 600 000 Euro im Jahr verdienen, künftig den Spitzensteuersatz von 43 Prozent zahlen. Die Profi-Fußball-Liga (LFP) protestierte heftig gegen die Steuerpläne und drohte mit einer Unterbrechung des Spielbetriebs in der Primera División. "Eine solche Steuerreform bedeutet für die spanischen Vereine zusätzliche Ausgaben in Höhe von 100 Millionen Euro, betonte der LFP-Präsident José Luis Astiazarán. Die Liga werde sich mit aller Macht gegen das Vorhaben zur Wehr setzen.

Nach der bisherigen Regelung aus dem Jahr 2004, die nach dem damals für Real Madrid spielenden David Beckham benannt wurde, mussten ausländische Fußballstars nur 24 Prozent ihres Gehalts an den Fiskus abführen. Dies brachte den spanischen Vereinen im Vergleich zu den Clubs in Deutschland oder anderen Ländern große steuerlichen Vorteile beim Werben um Spitzenfußballer ein.

Stars wie Cristiano Ronaldo (Real Madrid) oder Zlatan Ibrahimovic (FC Barcelona), die erst im vorigen Sommer nach Spanien gewechselt waren, sind von der Reform nicht betroffen. Die Steuererhöhung soll nicht rückwirkend gelten, sondern nur für die Verträge, die nach dem 1. Januar 2010 unterzeichnet werden.

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