Auf den Spuren der Vorgänger: U 17 im WM-Fieber
Vor der Achtelfinal- Partie gegen die Schweiz in Lagos sprüht die DFB-Elf von Trainer Marco Pezzaiuoli nur so vor Optimismus - und will wie die Vorgänger vor zwei Jahren in Südkorea einen Platz unter den besten vier Teams erreichen. Damals wurde das Team WM- Dritter. "Es ist nicht unser Anspruch, dass wir uns mit dem bisher Erreichten zufriedengeben. Generell ist alles möglich, wir wollen Weltmeister werden", sagte der Bremer Lennart Thy, der mit seinen beiden Toren gegen Honduras (3:1) den Achtelfinal-Einzug einleitete.
Als bester Gruppendritter hat das Pezzaiuoli-Team den Einzug in die Runde der Top 16 noch gerade so gemeistert, trotz der Niederlage gegen Argentinien (1:2) und des 3:3 gegen Titelverteidiger Nigeria. Teams wie Brasilien oder Vize-Europameister Niederlande sind dagegen auf der Strecke geblieben. Die Schweizer schafften in ihrer Gruppe den Durchmarsch und besiegten dabei auch die favorisierten Brasilianer. "Das wird ein schwerer Gegner. Die Schweizer haben sich mit drei Siegen souverän durchgesetzt", befand Trainer Pezzaiuoli.
Nach dem Umzug in den Südwesten Nigerias muss sich die DFB-Elf weiteren Herausforderungen stellen. Die Partie im 26 000 Zuschauer fassenden Teslim Balogun Stadium findet auf Kunstrasen statt, Temperaturen von über 30 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit fordern die jungen Kicker zudem. "Das ist alles sehr gewöhnungsbedürftig", sagte Stürmer Thy. Hinzu kommt ein großer Erwartungsdruck, dem die Elf gegen Nigeria und Argentinien nicht immer gewachsen war. "Wir haben in den letzten Monaten nie solche Momente erleben müssen. Gerade solche Erlebnisse, dann auch noch bei einer WM, können einen noch stärker machen", meinte Kapitän Reinhold Yabo.
Im Achtelfinale muss sich die deutsche Elf auf jeden Fall steigern. In den nächsten Runden drohen mit Italien und Argentinien ohnehin weitere hochkarätige Gegner. Davon lassen sich die jungen Fußballer aber nicht beeindrucken. "Mir ist letztlich egal, auf wen wir treffen. Wir haben vor jedem Gegner Respekt, aber keine Angst. Ab jetzt kommen nur noch Finalspiele", sagte der Kölner Yabo.
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