06.05.2008
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Peking: ARD und ZDF mit 300-stündigem TV-Marathon

Wer noch Zweifel an der Bedeutung der Olympischen Spiele für das öffentlich-rechtliche Fernsehen hatte, der musste am Montag bei der Pressekonferenz von ARD und ZDF nur auf das Podium eines Hamburger Nobelhotels schauen: 19 prominente Programmmacher waren dort versammelt. Von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender über ARD-Satiriker Harald Schmidt bis Moderatorin Monica Lierhaus präsentierten sich Olympia-Macher und -Gesichter. Angesichts dieser massenhaften Prominenz mussten sich sogar die Talkstars Reinhold Beckmann und Johannes B. Kerner ungewöhnlicherweise auf jeweils nur einen Satz beschränken.

Öffentlich-Rechtliche senden 300 TV-Stunden
Öffentlich-Rechtliche senden 300 TV-Stunden
© AFP
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300 Programmstunden über Olympia werden vom 8. bis 24. August von etwa 400 Mitarbeitern aus Redaktion und Technik produziert. Zusätzlich zu den Weltbildern wollen beide Anstalten mit 30 eigenen Kameras exklusive Beiträge herstellen.

"Journalisten sind nicht dafür da, zu boykottieren, sondern aufzuklären"

"Besser waren wir noch nie auf Olympische Spiele eingestellt", sagte ARD-Programmdirektor Günter Struve auf der Pressekonferenz am Montag in Hamburg, auf der das Konzept beider Häuser vorgestellt wurde: "Das sportliche Ereignis wird im Mittelpunkt stehen, aber ergänzt durch Beiträge drumherum, die sich mit Themen wie Menschenrechte, Minderheiten und natürlich Tibet beschäftigen."

ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender nahm zur Boykott-Diskussion im Zusammenhang mit dem Tibet-Konflikt Stellung: "Journalisten sind nicht dafür da, zu boykottieren, sondern aufzuklären. Es wird ein Weltereignis zwischen Magie und Menschenrechtsverletzungen." Nach der Übertragung der Eröffnungsfeier, die bei der ARD liegt, beginnt ab 9. August die umfangreiche Live-Berichterstattung von den Wettkämpfen. ARD und ZDF wechseln sich dabei wie in der Vergangenheit täglich ab. Zwischen 1.00 und 2.00 Uhr nachts beginnt die Livestrecke, die bis etwa 17.30 dauert. Die ARD fasst die Tageshöhepunkte reaktionell von 17.40 bis 19.45 Uhr im Studio zusammen, das ZDF zeigt die Highlights zur Primetime ab 20.15 Uhr bis 21.45.

Neben den Sportreportern werden auch die politischen Korrespondenten beider Sender voll in die Berichterstattung eingebunden. In der ARD talken außerdem nach dem Erfolg der Winterspiele 2006 in Turin wieder Waldemar Hartmann und Harald Schmidt humoristisch als "Waldi und Harry" im Nachtprogramm ab 22.55 Uhr eine Stunde lang aus dem Deutschen Haus. Für das ZDF soll der chinesische Starpianist Lang Lang während der Spiele regelmäßig Land und Leute vorstellen.

© Sport-Informations-Dienst

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