04.07.2009
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Pechstein entschuldigt sich für "Kuhhandel"

Berlin (dpa) - Claudia Pechstein hat nach ihrer zweijährigen Sperre durch den Eislauf-Weltverband ISU jegliches Blutdoping bestritten, aber zugleich Fehler eingeräumt. Sie habe die Öffentlichkeit und ihre Fans belogen.

Claudia Pechstein
Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein ist wegen Blutdopings gesperrt worden.
© dpa

"Ja, ich habe mir tatsächlich etwas vorzuwerfen. Und zwar, dass ich mich auf den 'Kuhhandel' der ISU eingelassen habe, der mir zur Halbzeit der Mehrkampf-WM in Hamar unterbreitet wurde. Wenn ich mich krankmelde, dann werden wir die Öffentlichkeit nicht informieren. Und die ganze Angelegenheit kann in aller Ruhe geklärt werden, wurde mir vorgeschlagen, als mir in der Nacht zum 8. Februar 2009 die Nachricht der gemessenen erhöhten Retikulozytenwerte überbracht wurde", erklärte Pechstein auf ihrer Homepage www.Claudia-Pechstein.de.

"Meine Angst, öffentlich des Dopings beschuldigt zu werden und die Hoffnung, die Angelegenheit ohne Aufsehen klären zu können, waren stärker als mein Verlangen es heraus zu schreien, unschuldig des Dopings bezichtigt zu werden. Heute weiß ich, dass dies ein Fehler war. Ein Fehler vor allem deshalb, weil ich die Öffentlichkeit und meine Fans belogen habe. Dafür möchte ich mich entschuldigen", erklärte die fünfmalige Olympiasiegerin.

Erst musste eine angebliche Erkältung herhalten, um das Fehlen bei der WM zu entschuldigen. Anschließend waren ein hartnäckiger Virus und zu guter Letzt der daraus angeblich resultierende Trainingsrückstand die Ausreden für das Auslassen der restlichen Saisonwettkämpfe. "Das alles hat wehgetan. Nicht nur mir, sondern auch den anderen, die Bescheid wussten und gegenüber der Presse immer wieder auf eine unserer Ausflüchte zurückgriffen. Für uns alle waren es Notlügen, verbunden mit der Hoffnung, vor einem objektiven ISU- Gericht, die öffentliche, unbegründete Dopingdiskussion abwenden zu können."

Zudem erklärte die 37 Jahre alte Olympiasiegerin: "Und wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Jetzt ist sie tatsächlich gestorben und mit ihr mein guter Ruf. Beides hat mir die ISU genommen. Meine Ehre können sie mir allerdings nicht stehlen."

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lubue65 - 05.07.2009, 13:35

Wer sich mit einem"Kuhhandel" aus der Affäre ziehen will, hat nicht nur verdächtig erhöhte Blutwerte.

durchknaller - 05.07.2009, 13:33

"Oder ist etwa plötzlich jeder Kenianer Gedopt nur weil er ständig den Marathon gewinnt ?" womöglich wachsen ja im urwald noch ein paar (natur)pflänzchen welche den 'globalisierten' ländern noch verborgen sind ;-... gesamten Beitrag lesen

malin - 05.07.2009, 12:08

Es ist schon merkwürdig, diese öffentliche vorschnelle Vorverurteilung der besten Eisschnellläuferin, die natürlich aus dem Osten kommt. Ich vermute eine riesen Sauerei dahinter. Erst die angebl. Krankmeldung bei der WM, jetzt we... gesamten Beitrag lesen

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