Haas in Eile: Nach Aus gab es kein Halten mehr

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Nach dem Aus gegen Roger Federer, das der 31-Jährige mit Anstand und Humor wegsteckte, gab es kein Halten mehr für den Hamburger. "Ich will so schnell wie möglich nach München und dort ein paar Tage mit der Familie verbringen", sagte er nach der 6:7 (3:7), 5:7, 3:6-Niederlage in 2:02 Stunden gegen den Titelfavoriten aus der Schweiz. Im Gepäck hatte er 250 000 Euro, die er als Prämie für seinen besten Auftritt bei den All England Championships bekam.
"Es waren die paar Bälle, die den Unterschied ausgemacht haben", wusste Haas zu berichten. Der so souverän wie vielleicht noch nie aufspielende Federer strotzte von Beginn an vor Selbstvertrauen. Es wirkte beinahe überheblich, wie selbstverständlich er die Bemühungen seines Kontrahenten zunichtemachte. Dabei spielte Haas ganz und gar nicht schlecht. "Tommy hat unglaublich gut gespielt. Aber wenn der Gegner gut ist, ist es leichter, auch selber gut zu sein", meinte Federer, der als erster Tennisprofi sein 20. Finale bei einem der vier Grand-Slam-Turniere erreichte.
Haas knüpfte an die großartigen Leistungen der vergangenen zwölf Turniertage an und machte wenig falsch, aber vieles richtig. Es zeugt von der Übermacht Federers, dass dies nicht ausreichte. Das anerkannte Haas nicht nur deshalb, weil er mit dem Schweizer befreundet ist. "Unsere Frauen haben sich auch angefreundet", sagte der Wahl-Amerikaner. Federer ist seit ein paar Wochen verheiratet und wird bald Vater. Und Haas?
In Wimbledon hatte seine Verlobte, die US-Schauspielerin Sara Foster, einen großen Anteil daran, dass sich Haas mit neuer Ruhe und Selbstsicherheit in den Vordergrund spielte. Älter, reifer, besser - so könnte man den "runderneuerten" Haas beschreiben, der sich in der Weltrangliste zurück unter die besten 20 gekämpft hat. "Das juckt mich nun wirklich nicht mehr", meinte er mit Blick auf die Statistik. "Als ich 19 war, war das für mich ein Thema."
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